Wermis großer Jahresrückblick 2020 – Teil 3: Serien

Serien und ich haben in den letzten Jahren eine eher schwierige Beziehung gehabt. Während ich zuvor noch für jede gute Serie zu haben war und stets nach ihnen auf der Suche war, hat mich die Überflutung des Serienmarkts zuletzt eher von dem Fernsehformat weggestoßen. Man kann gar nicht mehr alles gucken und ich will das auch nicht mal mehr. Denn Serien fressen immer ungeheuer Zeit und dabei kann man sich vorher nie sicher sein, ob sie einem überhaupt gefällt, ob einen das Ende zufriedenstellt oder ob nicht doch wieder der x-te Cliffhanger auf einen wartet. Der Serienboom in den vergangenen Jahren hat mich mehr denn je zu Filmen getrieben, denn hier hat man (meist nach gerade einmal 2 Stunden) einen klaren Anfang und ein klares Ende. Man investiert 2 Stunden und hat im Optimalfall (bei einem gelungenen Film) ein rundes Erlebnis, mit dem man abschließen kann. Sicher ist bei Serien die Versuchung groß, „nur mal eben eine Folge“ einzuschieben, die je nach Serienart bloß 20-30 oder eben 40-60 Minuten geht. Nicht all zu fern ist dann aber der Gedanke, der einem sagt: „Ach komm, eine geht noch. Geht ja auch nicht so lange.“

An diesem Punkt hat irgendwann bei mir eine Serienmüdigkeit eingesetzt, bei der ich die Reißleine gezogen habe. Nichtsdestotrotz habe ich 2020 immer noch eine beträchtliche Menge an gesehenen Serien vorzuweisen, bei denen sich ein bestimmter Grund herauskristallisiert, der gewissermaßen einen Kompromiss zu meiner Problematik darstellt: Meistens handelt es sich bloß um eine Mini-Serie, um eine einzige Staffel, um abgeschlossene Serien mit guter Rezeption oder um eine Serie, die ich bereits gesehen habe.

Dadurch habe ich wieder ein bisschen zur Serienwelt zurückgefunden und präsentiere euch mein Serienjahr 2020, dass ich einmal in bereits erschienene Serien und in Serienstarts 2020 unterteile. Viel Spaß damit und freut euch schonmal auf den nächsten Teil, bei dem es musikalisch wird.

Bereits erschienene Serien

Community (6 Staffeln, 2009-2015 – Netflix)

Als Netflix die jetzt schon kultige Comedy-Serie in ihr Programm aufnahm, erfuhr sie einen neuen Hype, der auch an mir nicht vorbeiging. Und ich bin wirklich froh, sie endlich gesehen zu haben.

Nach ein wenig Eingewöhnungszeit in Staffel 1 hält Community alles bereit, was ich mir bloß erträumen konnte: Endlich mal wieder smarte Comedy, bei der ich auch wirklich lauthals und herzhaft drauf los lachen musste und über weite Strecken hervorragend geschriebene Storylines, die vor liebevollen Referenzen und Hommagen nur so strotzen und mit zahllosen Genrekonventionen spielen. Die Serie wirkt wie eine einzige kreative Spielwiese für Schöpfer Dan Harmon (aktuell bekannt für Rick and Morty), der sich eine lange Zeit voll austoben durfte und für viele denkwürdige Folgen in einem Community College sorgte, wie bspw. einer spektakulären Paintballschlacht, einem verbitterten Krieg zwischen zwei Kissenburgen, einem hoch dramatischen „Der Boden ist Lava“-Wettbewerb oder meine liebste Folge, in der der Ausgang eines Würfelwurfs mehrere alternative Realitäten erzeugt.

Sowas Irrwitziges und Vielseitiges hat man in der Form und Konsequenz einfach noch nicht gesehen, aber eben irgendwie doch, weil sich die Serie immer wieder der Popkultur bedient, sie verehrt oder eben aufs Korn nimmt. Allein über einzelne Folgen könnte man sich stundenlang unterhalten, umso schwieriger ist es die gesamte Serie in Kürze herunterzubrechen.

Am stärksten war sie für mich in Staffel 2 und 3, wenn sie sich keinerlei Grenzen setzt, man sich diverse Male die Augen reiben muss und denkt, was für ’nen abgefahrenen Sch*** man sich da gerade anschaut. Es ist bezeichnend für die Serie, dass man ihr nach drei Staffeln den Twist einer Folge abgekauft hätte, dass alle Figuren bloß Patienten in einer Nervenheilanstalt sind und sich alles zuvor bloß in ihren verrückten Köpfen abgespielt hat.

„Ah, yes. This fantastical community college, where everything that happens is unbelievably ridiculous, and it all revolves around you as a group.“ (Dr. Heidi in „Curriculum Unavailable“, Staffel 3 Folge 19)

Sicher, durch die hohe Abwechslung und Vielseitigkeit wechseln sich Folgen ab, die einen mal mehr, mal weniger absprechen. Aber dann halten die (noch gar nicht angesprochenen) liebenswerten Figuren und der hervorragende Cast einen zumindest bei der Stange.

Über kleine Abstriche und Durchhänger kommt allerdings auch diese Serie nicht aus, spätestens wenn Schöpfer Dan Harmon für Staffel 4 aussetzen musste und ebenfalls Staffel 6 sich plötzlich völlig fremd anfühlt (die ich nach der Hälfte immer noch nicht weiter geschaut habe). Aber das kann den Gesamteindruck bloß geringfügig trüben, dadurch, dass Community über weite Strecken absolut einzigartig ist und viele Folgen mich derart geflasht haben, dass ich kaum erwarten kann sie wieder zu gucken.

Fazit: Einzigartige Sitcom mit herausregenden Höhen und ganz wenigen Tiefen.

Barry – Staffel 2 (2 Staffeln, seit 2018 – Sky)

Der ersten Staffel Barry hatte ich bereits eine Review hier gewidmet, die mich neugierig darauf stimmte, was da noch kommen mag. Als Staffel 2 2019 im wöchentlichen Rhythmus Folge für Folge erschien, war ich anfangs sogar dabei. Da man aber immer auf die neue Folge warten musste und ich die Staffel nicht am Stück sehen konnte, vergaß ich ab einem gewissen Punkt, sie weiter zu gucken (und glaubt mir, das passiert mir mit vielen Serien, obwohl ich sie nicht mal schlecht finde).

Im letzten Jahr setzte ich mich dann erneut dran und schaute mir sogar Staffel 1 ein weiteres Mal an, um wieder in die Serie zu finden. Die angenehme Folgenanzahl und -länge ermöglichten dies und ehe ich mich versah, hatte ich auch Staffel 2 in einem Schwung durch. Während die Serie in Staffel 1 noch ein wenig auf der Suche nach ihrer Tonalität war und sich erstmal aufwärmen musste, setzte Staffel 2 dem Ganzen eins drauf.

Barry hat mit Bill Hader einfach einen tollen Hauptakteur (Idee, Regie und Hauptrolle) und durch die Serie hat er bei mir enorm an Wertschätzung gewonnen. Hier kann er sein vielseitiges Talent beweisen und sorgte bei mir so für kurzweiligen Spaß.

Fazit: Nette Unterhaltung für zwischendurch.

Sunderland ‚Til I Die – Staffel 1 (2 Staffeln, seit 2018 – Netflix)

Für Fußballfans ein unglaublich authentischer Einblick in die Welt eines Traditionsvereins, der tief blicken lässt. Die Staffel wirkt so, als wäre die gesamte Saison von Sunderland in ihrer Dramaturgie geskriptet worden und untermauert den Ausdruck, dass „manche Geschichten eben nur der Fußball schreiben kann“.

Als Fan identifiziert man sich mit dem Leidensprozess, den so ein banaler Verein, dem man seine Liebe und Treue schenkt, mit sich führen kann und gleichzeitig gibt diese Doku-Serie einen unbeschönigten Blick auf die Machenschaften von Vereinsakteuren, die so Stück für Stück Einfluss auf das Saisonergebnis nehmen, dass am Ende steht.

Die erste Staffel hat mir erstmal gereicht und ich weiß nicht, wie die zweite da noch eins drauf setzen möchte. Daher habe ich vorerst noch nicht weitergeschaut.

Fazit: Spannender Einblick in die Fußballwelt, wie man ihn sonst kaum bekommen würde.

Fleabag (2 Staffeln, 2016-2019 – Amazon)

Auch 2020 habe ich diese Comedy-Serie zu wiederholten Malen angeschmissen und damit bereits zum dritten und sogar zum vierten Mal durchgeschaut. Sie wächst zu einer meiner absoluten Lieblingsserien heran, was sie im Bereich Comedy vielleicht schon ist, und findet immer wieder ihren Weg auf meinen Fernseher. Immerhin ist sie bereits abgeschlossen, umfasst bloß 2 Staffeln à 6 Folgen und eine Folge dauert gerade einmal 25 Minuten.

Obwohl ich sie mittlerweile wirklich gut kenne, bringt Fleabag mich immer noch zum Lachen, für mich ist sie gar die lustigste Serie überhaupt, und mich zieht immer noch jede einzelne Sekunde in ihren Bann. Zahlreiche Szenen haben sich in mein Gehirn gebrannt und letztlich sind es das Durchbrechen der vierten Wand und die clever eingewobenen Drama-Elemente (die sich erst mit der Zeit zeigen), die der Serie ihren Tiefgang verleiht und damit immer wieder sehenswert macht. Für mich von Anfang bis Ende einfach nur perfekt.

Meine absolute Lieblingsszene: „Hair is everything“.

Fazit: Hervorstechendes Comedy-Gold.

Avatar – Der Herr der Elemente (3 Staffeln, 2005-2008 – Netflix, Amazon, Sky)

Womit wir bei einer weiteren meiner absoluten Lieblingsserien sind, die ich sogar zu den besten aller Zeiten zählen würde. Wie mittlerweile jedes Jahr schaue ich sie einmal komplett durch (das dürfte jetzt also das 4. oder 5. Mal gewesen sein) und wieder einmal hat sie mich derart in einen Sog gezogen, dass ich sie innerhalb von drei Tagen durch hatte.

Ja, sie ist animiert und ja, anfänglich in Staffel 1 wirkt sie noch recht kindlich. Das hat auch den bestimmten Grund, dass sich das in Hauptfigur Aang widerspiegelt, der anfangs in seinem jungen Alter noch recht sorglos agiert und erst mit voranschreiten der Serie in seine Bestimmung hineinwächst und Verantwortung übernimmt. Schließlich reift die Serie auch wirklich noch heran und neben einem umfangreichen World Building spricht sie mit der Zeit immer erwachsenere Themen an.

Das Besondere für mich an dieser Serie sind mit weitem Abstand seine enorm facettenreichen Figuren. Selten wurden sie so hervorragend geschrieben und es finden sich dabei kaum eindimensionale Charaktere – auf Anhieb fällt mir da bloß Feuerlord Ozai ein, mit dem aber auch ein klares Feindbild ausgemacht wird und der der Story erst ihren Antrieb verleiht. Die Serie beinhaltet einen der meiner Meinung nach wohl besten „Redemption Arcs“ einer Figur (sprich „Erlösungsbogen“) die es überhaupt gibt und zeigt mit der Figur von Sokka, wie man perfekt einen Comic Relief einbauen und vielschichtig schreiben kann, nur um mal zwei Beispiele für das außergewöhnliche Writing zu nennen, in dem viel Liebe steckt.

Meine Lieblingsfigur ist nach wie vor General bzw. „Onkel“ Iroh und durch ihn hatte ich eine neue Lieblingsfolge bei diesem Rewatch entdeckt: Staffel 2 Folge 15 – Geschichten aus Ba Sing Se. Eigentlich handelt es sich dabei auf den ersten Blick um eine klassische „Filler“-Episode, die die Handlung nicht wirklich vorantreibt. Die Folge begleitet abschnittsweise bloß einen Tag unserer Hauptfiguren in dem Ort, in dem sie sich derzeitig niedergelassen haben und herauskommen kleine Geschichten der einzelnen Figuren. Als es zu Irohs Geschichte kommt, wird es nicht bloß wegen der Vergangenheit der Figur ungeheuer herzzerreißend. Sondern wie ich dieses Mal zufällig erfahren habe, erhält die Sequenz auch noch zusätzliche Tiefe durch das Wissen, dass der Synchronsprecher von Iroh im Original (Makoto Iwamatsu) das Lied, mit dem Iroh seinen Sohn betrauert, unter Schmerzen eingesungen hatte, da er Speiseröhrenkrebs im Endstadium hatte und gar die Ausstrahlung der Folge schon nicht mehr miterlebte. Kein Wunder also, dass sich die Trauer, der Schmerz und die Tränen in seiner Stimme so echt anfühlen und kaum ein Auge trocken bleiben dürfte.

Iroh Sings Leaves From The Vine

Fazit: Es gibt wenig Besseres.

The Newsroom (3 Staffeln, 2012-2014 – Sky)

Über die Jahre entwickelte sich Aaron Sorkin zu meinem Lieblingsdrehbuchautoren. Die Aussage mag jetzt nicht so besonders sein, schließlich ist das so als würde ein Fußballfan nach einigen Jahren sagen, dass er Bayern München Fan geworden ist. Sogar Quentin Tarantino nannte Sorkin erst im letzten Jahr „the greatest active dialogist“. Ein wahrer Ritterschlag vom Autorenfilmer, der selbst für seine Dialoge gefeiert wird.

Demnach bin ich immer neugierig, sobald Aaron Sorkin etwas anpackt und nachdem ich bereits diverse Filme von ihm gesehen habe, war nun auch diese Serie an der Reihe. Und in gewohnter Sorkin-Manier ist die Serie rasant, obwohl sie sich ein eher trockenes Thema zur Brust nimmt. Sorkin schafft es, in Frage zu stellen was gute Nachrichtenerstattung ausmacht und präsentiert uns in einer enorm aufregenden Art und Weise, was hinter den Kulissen eines Nachrichtensenders passiert. Dabei arbeitet er auch vergangene Schlagzeilen auf, die er geschickt in seine fiktive Handlung einwebt.

Dabei kann Aaron Sorkin auch nicht drum herum kommen, politisch und sozialkritisch zu werden. Besonders deutlich wird das bereits in der aller ersten Szene der Serie, die mit einem knallharten Monolog eines der angesehensten Nachrichtensprecher des Landes beginnt, der bis dahin stets eine neutrale Stellung eingenommen hatte und dem ein Ende setzt, in dem er in einem Interview für Amerika die unaussprechlichen Worte ausspricht, dass die USA nicht das großartigste Land der Welt sind. Diese Eröffnungssequenz ist bezeichnend für die Serie und gibt für die folgenden Ereignisse den Ton an. Hier gibt es diese Szene zu sehen.

Eine Serie, die auf Grund der Thematik immer noch brandaktuell ist und die durch Sorkins überragende Arbeit stark mitreißt. Staffel 1 zähle ich zu dem stärksten, was ich in der Serienwelt gesehen habe, und auch wenn gerade Staffel 2 ein wenig nachlässt, da Sorkin zu sehr daran versucht ist, aus der Figurenkonstellation noch mehr rauszuholen und sich das eher als hinderlich herausstellt, war The Newsroom immer extrem unterhaltsam, hat immer wieder zum Nachdenken angeregt und findet in Staffel 3 immerhin einen gelungenen Abschluss. Während ich hier besonders den Fokus auf den Kopf hinter der Serie gelegt habe, möchte ich aber auch noch kurz den tollen Cast hervorheben. Besonders ans Herz ging mir neben dem charismatischen Hauptdarsteller Jeff Daniels auch Sam Waterston in jedem seiner kleineren Auftritte.

Fazit: Meisterlich geschrieben. Ein wahres Highlight.

Atlanta (2 Staffeln, seit 2016)

Kopf hinter dieser Serie ist Donald Glover, den wir nun als Troy aus Community kennen oder unter seinem musikalischen Alter Ego „Childish Gambino“, der ihm zu riesigem internationalen Erfolg verhalf.

Mit Atlanta hat sich Glover seine ganz eigene Spielwiese erschaffen, die mit Genrekonventionen spielt und in jeder Folge versucht einen anderen Ton zu treffen. Auch diese Serie ist schwer zu beschreiben, für mich aber auch ebenfalls oft schwer zu greifen. Manche Folgen stechen heraus und auch der Cast macht Spaß, aber so gänzlich hat mich die Serie nicht gekriegt. Bisher konnte es noch nicht völlig Klick machen, weshalb ich Mitte der zweiten Staffel irgendwann pausiert hatte. Durch die angenehme Lauflänge und Folgenanzahl hab ich sie bis dahin aber problemlos weggeguckt. Kann man mal machen.

Fazit: Einzigartig, aber manchmal zu verkopft.

When They See Us (1 Staffel, 2019 – Netflix)

Als die „Black Lives Matter“-Bewegung die Welt wieder einmal für Rassismus und Polizeigewalt sensibilisieren musste, war ich besonders empfänglich für Filme und Serien, die in diese Kerbe schlagen. So auch für die 4-teilige Netflix-Mini-Serie When They See Us, die auf wahren Begebenheiten beruht.

Durch die angenehme Serienlänge war ich sofort dabei und sie konnte ihren Zweck bei mir voll erfüllen. Ich war betroffen, gerührt und zugleich wütend auf alle, die für diese Ungerechtigkeit verantwortlich waren. Die Serie ist toll erzählt und inszeniert und auch wenn das Thema kein leichtes ist, hat es den Finger am Puls der Zeit und reißt den Zuschauer von Anfang bis Ende mit.

Fazit: Bewegende Geschichte nach wahren Begebenheiten, die leider immer noch einen aktuellen Nerv trifft.

Love (3 Staffeln, 2016-2018 – Netflix)

Bitte lasst euch nicht vom Titel der Serie abschrecken. Der wirkt zwar sehr kitschig, die Serie ist aber alles andere als das. Ja, es geht um eine Liebesgeschichte, aber die Serie schafft es, immer am Boden zu bleiben und das Verlieben und die Querelen in einer Beziehung stets authentisch zu gestalten. Die größte Stärke von Love ist, dass sie Szenen kreiert die sich wirklich real anfühlen und man sich in diversen Situationen wiedererkennt.

Die erste Folge haut einen noch nicht wirklich vom Hocker, denn so richtig los geht es eh erst ab Folge 2, daher unbedingt erst einmal dran bleiben und danach kann man immer noch entscheiden, ob Humor und Tonalität der Serie einem zusagen. Dazu muss man auch sagen, dass beide Hauptfigur polarisieren dürften, da sie beide auf ihre Weise speziell sind. Beide sind in irgendeiner Form kaputt, können manchmal unerträglich sein, könnten auch kaum verschiedener sein und trotzdem schafft es die Serie, aus ihnen ein glaubwürdiges und mitreißendes Liebespaar zu machen, bei dem der eine Partner erst durch den anderen so richtig aufblüht.

Es ist ein mutiger Schritt der nicht allen gleich gefallen dürfte, zwei derart schwierige Hauptfiguren zu schreiben und dennoch gelingt ihr dieser Balanceakt ganz famos. Erst dadurch ist mir die Serie ganz besonders ans Herz gewachsen und es spricht für sich, dass in meiner absoluten Lieblingsfolge nicht viel mehr passiert, als das beide am Anfang ihrer Beziehung eines morgens gemeinsam im Bett aufwachen und den ganzen Tag zusammen verbringen, an dem sie sich nichts Besonderes vorgenommen haben und einfach Hand in Hand von einer Situation in die nächste stolpern (Staffel 2, Folge 5: „Ein Tag“).

Durch die perfekte Folgenlänge und die übersichtliche -anzahl hatte ich die Serie auch schließlich nach 4 Tagen schon durch, das dürfte Liebesbeweis genug sein.

Fazit: Überaus liebenswürdige Romantic Comedy, bei der man sich einfach wohl fühlt.

Stromberg (5 Staffeln, 2004-2012 – Netflix)

Irgendwie war ich auf der Suche nach etwas Lockerem für zwischendurch und bin dabei bei Stromberg hängen geblieben. Ich hatte mal Lust mich auch mal von deutschen Produktionen zu überzeugen (was auch die nächste Serie, die ich vorstelle zeigen wird) und nutzte Gelegenheit, die jetzt schon kultige Serie mal etwas nachzuholen.

Bisher bin ich in der Mitte der zweiten Staffel stehen geblieben, aber das genügt ja auch, um sich von Stromberg ein Bild zu machen. Der Humor funktioniert für mich gut, es ist genau das Lockere für zwischendurch wonach ich gesucht hatte und daher hatte ich mir eine Zeit lang immer mal wieder eine Folge beim Essen angemacht. Manche Formeln, die die Serie nutzt, sind auch irgendwann etwas ausgereizt, dennoch ist der Unterhaltungswert eigentlich immer auf einem konstant hohen Niveau und mit Sicherheit werde ich auch nochmal weiterschauen.

Fazit: Derbe Sprüche aus Deutschland, die immer noch zünden.

Der Tatortreiniger (7 Staffeln, 2011-2018 – Netflix, Amazon, Sky)

Ebenfalls eine deutsche Serie und ebenfalls etwas Kurzweiliges für zwischendurch. Dennoch sticht die Serie schon (sowohl national, als auch international) heraus. Handlungsstränge gibt es kaum, dafür ungeheuer faszinierende Dialoge zwischen einem hervorragend aufgelegten Bjarne Mädel und den Menschen, denen er zufällig bei der Arbeit über den Weg läuft. Dabei geht es um Gott und die Welt und immer wieder schaffte es die Serie, bei mir einen Nerv zu treffen. Im Prinzip ist sie der reinste Kommentar auf die Gesellschaft, bei dem sich Folge für Folge ein anderes umfassendes Gesprächsthema herausgepickt wird. Dabei kann es auch schonmal richtig abgedreht zu sich gehen, bspw. in Staffel 4 Folge 4, wo plötzlich nur in Reimen gesprochen wird und ein Gorilla ein merkwürdiges, erfundenes Instrument spielt.

Dies war zwar bis jetzt die letzte Folge die ich gesehen habe, die Staffeln haben aber ohnehin bloß 3-6 Folgen, die alle ca. 30 Minuten gehen. Also werde ich auch in Zukunft nochmal vereinzelt Folgen einstreuen.

Fazit: Kreativ wie auch philosophisch gibt sich diese minimalistische Serie aus Deutschland. Ein wahrer Geheimtipp.

True Detective – Staffel 1 (3 Staffeln, 2014-2015, 2019 – Sky)

Ein absolutes Brett gibt es schließlich noch zum Abschluss dieses Segments. Endlich habe ich mich mal an die erste Staffel dieser Serie gewagt, die ja in sich abgeschlossen ist und extrem gefeiert wird.

Und ich habe mich sofort in sie verliebt. Die Staffel ist der Inbegriff eines Slow Burners. Das zeigt sich schon daran, in welchen Abständen ich die Folgen geguckt habe. Anfangs nimmt sie erst langsam an Fahrt auf und ich habe die Folgen zuerst vereinzelt geschaut. In Folge 4 und 5 erfährt sie aber einen klassischen Mid-Point, in dem sich die Dinge rasant entwickeln und das Tempo plötzlich enorm angehoben wird. Ab diesem Zeitpunkt habe ich alles am Stück in einer Nacht bis 4 Uhr morgens durchgebinget. Etwas, wozu mich eine Serie in dieser Form schon lange nicht mehr gebracht hatte.

Vor ein paar Tagen habe ich die Serie sogar ein weiteres Mal gesehen, diesmal mit meinen Eltern. Nach dem die Credits zur letzten Folge liefen, sagte mein Vater die folgenden Worte: „Die Geschichte war ja jetzt nicht einmal so besonders… Aber die beiden [Hauptfiguren] hatten es ja mal richtig in sich, wie krass war das denn?“

Das bringt den Kern der Serie perfekt auf den Punkt. Auch wenn ich im Gegensatz die Story ebenfalls sehr ansprechend und gelungen fand, sind die wahren Stars die beiden Hauptfiguren. Es sind die verbalen Schlagabtäusche, die sich zwei unterschiedliche Weltansichten liefern und einen gebannt Wort für Wort verfolgen lassen. Selten musste ich über das Gesagte der Figuren so sehr nachdenken wie hier und so gut Woody Harrelson auch ist, sticht Matthew McConaughey hier ganz klar heraus und man hängt ihm jederzeit förmlich an den Lippen. Sein aufopferungsvolles Schauspiel gehört zum besten, das ich bisher gesehen habe und er hat damit eine der denkwürdigsten Serienfiguren geschaffen, die sich im Handumdrehen zu meiner neuen Lieblingsfigur überhaupt entwickelte. Dazu ist ihm auch noch einer der besten Schlusssätze vergönnt, die die Wandlung seiner Figur hervorragend widerspiegelt und seine Porträtierung vergoldet.

Fazit: Gehört zum Besten, was Serien zu bieten haben.


Serienstarts 2020

Rick & Morty – Staffel 4 (4 Staffeln, seit 2013)

Machen wir’s kurz: Staffel 4 macht fröhlich abgedreht weiter und verliert eigentlich nicht wirklich an Qualität, allerdings ist mir jetzt schon nicht mehr allzu viel im Gedächtnis hängen geblieben, außer, dass sich hin und wieder ein wenig Müdigkeit gegenüber der Serie breit gemacht hatte. Die zeigt sich dadurch, dass sich manche Folgen „underwhelming“ anfühlten. Vielleicht ändert sich das, wenn ich sie mir noch ein zweites Mal anschaue, immerhin habe ich die Staffeln davor auch zwei bis dreimal gesehen. Eine Folge konnte mich jedoch derart flashen, dass ich sie sofort nochmal gesehen habe und das war Folge 5: „Rattlestar Ricklactica“.

Fazit: Kommt wieder nicht ganz an Staffel 2 heran, ist aber weiterhin eine einzigartige Kreativexplosion, die Freude bereitet.

The Last Dance (1 Staffel, 2020 – Netflix)

Diese Doku-Mini-Serie kam eigentlich genau zum richtigen Zeitpunkt. Der erste Lockdown stand an, Profi-Sport in der ganzen Welt kam zum Stopp und daher war diese Doku-Reihe genau das Richtige, um diese Lücke zu füllen. Ab 2013 über einige Jahre hinweg hatte ich mal eine richtige Hochphase in Sachen Basketball und NBA. Ein Jahr wagte ich mich sogar daran, in einem Verein zu spielen. Der Sport hatte blitzschnell mein Herz erobert und kurzerhand beschäftigte ich mich mit allem, was das Thema hergab. Tag für Tag verfolgte ich NBA-Spiele und -Highlights.

Wegen meines jungen Alters war es mir aber nie vergönnt, die Michael Jordan Ära mitzuerleben. Da kam The Last Dance eben wie gerufen, begeisterte mich wieder einmal für den Sport, für einen der größten Sportler aller Zeiten und für eins der besten Sportteams aller Zeiten. Diese Serie war total auf mich abgezielt und seit langem war es mal wieder eine, bei der ich Woche für Woche auf die neue Folge wartete, in der Wartezeit die Folgen zuvor wiederholte Male schaute und schließlich bei erscheinen der neuen sie voll abfeierte. Als Sport- und Wettkampfsinteressierter, wie natürlich ganz besonders als Basketballfan, geht einem hier das Herz auf und man ist noch einmal mittendrin in einer Zeit, die nicht nur für den Sport, sondern auch für die Popkultur prägend war.

Die Möglichkeit zu haben, diese prägende Zeit nochmal ein wenig nacherleben zu können hat mit durchweg begeistert und fasziniert und bei der Serie hat man auch wirklich das Gefühl, das alles Wichtige in den 10 Folgen dabei ist, was hineingepasst hat.

Fazit: Eine besondere Doku-Mini-Serie nicht nur für einen besonderen Sportler, sondern auch für eine besondere Ära.

Ted Lasso (1 Staffel, 2020 – AppleTV+)

Ich habe lange nicht mehr so etwas gesehen, dass einem durch und durch mit einem guten Gefühl beschenkt. Man muss kein Fußballfan sein, um sein Herz von dieser Serie erobern zu lassen und man kann sich nichts Besseres anmachen, wenn es einem schlecht geht. Der britisch-amerikanische „Culture clash“ trifft genau meinen Humor und neben herzhaften Lachern gibt es einfach nur viel Liebe für Jason Sudeikis Figur Ted Lasso, der in völliger Naivität gehüllt stets bemüht ist, dass sich alle wohl fühlen und immer das Positive zu sehen.

Fazit: Genau das, was 2020 gebraucht hat: Eine bedingungslose Wohlfühloase.

Das Damengambit (1 Staffel, 2020 – Netflix)

Da ich dazu bereits einige Worte auf meinem Letterboxd-Account verfasst hatte, lasse ich doch einfach nochmal mein Ich sprechen, direkt nachdem es die Serie beendet hatte:

„Chess can also be beautiful.“

Als jemand der mit 6 Jahren von seinem Vater Schach gelernt hat und danach in einen Verein gesteckt wurde, wurde ich natürlich sofort aufmerksam auf die Miniserie. Und Das Damengambit zeigt einfach, dass man dieses Spiel auch sehr wohl interessant und attraktiv inszenieren kann. Wer in der Materie ist, dem geht hier das Herz auf, aber wer nichts mit Schach anfangen kann, der soll sich bitte nicht abschrecken lassen und dem Ganzen eine Chance geben! Ich kenne bereits zwei Leute aus meinem Umfeld, die keinerlei Berührungspunkte mit dem Spiel hatten, die Serie aber dennoch aufgesogen und großes Interesse für Schach entwickelt haben.

Schließlich hat die Serie natürlich noch deutlich mehr zu bieten und sollte nicht auf die Schachthematik reduziert werden. Grundsätzlich handelt es sich um ein herzliches Drama, dem ein hervorragendes Drehbuch zu Grunde liegt, das Themen wie Coming of Age und Drogenmissbrauch anschneidet, aber vor allen Dingen von einer Außenseiterin und ihrer Erfolgsgeschichte erzählt. Nachdem es in Folge 1 noch sehr gemächlich los geht und man erstmal unbedingt dran bleiben muss, steigert sich die Serie und packt einen immer mehr, bis sie im Finale einen gar zu Tränen rührt.

Dazu gibt es starke Bilder, die einen mit in die 60er-Jahre nehmen. Die Sets, das Szenenbild, alles sieht hier einfach wunderschön aus und wird von einem Cast mit Leben ausgefüllt, der durchweg zu überzeugen weiß. Und wer Anya Taylor-Joy nicht bereits auf dem Zettel hat, der wird sie spätestens nach dieser alles überragenden Performance definitiv nicht so schnell vergessen.

Ganz viel Liebe und Respekt für diese Miniserie und ihre Macher, die den Mut gehabt haben, Schach anspruchsvoll aber attraktiv in eine gut erzählte Story zu verpacken. Verdient definitiv mehr Aufmerksamkeit und ist ein klares Serienhighlight 2020.

Fazit: Die Mini-Serie überzeugt mit einer von vorne bis hinten runden Geschichte.

Middleditch & Schwartz (3 einstündige Teile, 2020 – Netflix)

Na gut, hier habe ich etwas eingeschmuggelt, dass jetzt keine klassische Serie ist. Besser gesagt handelt es sich um ein 3-teiliges Comedy-Special von Netflix. Da es schwierig ist, sie woanders einzuordnen, möchte ich wenigstens hier nochmal kurz darüber los schwärmen.

Denn Thomas Middleditch und Ben Schwartz sorgen in dieser Impro-Comedy für das womöglich Lustigste, dass 2020 zu bieten hat, und das obwohl hier alles komplett improvisiert ist (oder manchmal auch gerade deswegen). Ich übertreibe nicht, wenn ich euch sage, dass ich teilweise am Boden lag vor lachen. Genau das, was man zu Corona-Zeiten also brauch und man kann nur hoffen, dass die beiden weiter damit machen, wenn wieder Leute im Publikum zugelassen sind.

Fazit: Die beiden Comedians haben einen ganz natürlichen Riecher für Humor und saugen sich charmanten Witz aus ihren Fingern.

The Mandalorian – Staffel 2 (2 Staffeln, seit 2019 – Disney+)

Und zu guter Letzt haben wir die vermutlich größte Serie 2020, an der auch ich nicht vorbei komme.

Ich habe jetzt nie zu den hardcore Leuten gehört, die die Serie bedingungslos von vorne bis hinten abgefeiert haben. Dennoch konnte ich den Start der zweiten Staffel kaum erwarten, denn das Feeling in The Mandalorian stimmt einfach.

Folge 1 ging dann auch schon los mit einem Knall und machte Lust auf mehr, rückblickend muss ich allerdings sagen, dass sie bis zum Schluss meine liebste der zweiten Staffel blieb. Das soll nun keineswegs die anderen Folgen abwerten, dennoch schaffte es die Serie im weiteren Verlauf nicht, mich in ihren Bann zu ziehen wie in der ersten Staffel. Mehr noch: Ich glaube die wöchentliche Veröffentlichung einer neuen Folge kam der Serie zu Gute und hielt zumindest etwas Spannung aufrecht, die sie bei mir nicht gänzlich einlösen konnte.

Definitiv meckere ich hier auf hohem Niveau, ich hatte auch mit Staffel 2 meinen Spaß, sie hatte definitiv ihre Momente und auch ich musste mir im fulminanten Staffelfinale meine Augen reiben. Allerdings ist der Serie etwas ganz Spezielles abhanden gekommen, dass sie für mich in Staffel 1 noch ausgezeichnet hat: Alles wurde schön klein gehalten und es wurden neue Geschichten mit neuen Figuren erzählt. Dazu kommt, dass die Folgenstrukturen in Staffel 2 sich viel zu oft viel zu formelhaft anfühlten und ich auch einfach etwas mehr erwartet hatte. Dazu kommt, dass ich keine der neuen Figuren aus Staffel 2 wirklich lieb gewonnen habe, wie das bei einem Kuiil, IG-11 oder Werner Herzogs Figur der Fall gewesen ist.

Fazit: Kommt für mich leider nicht an Staffel 1 heran und nimmt zu schnell zu große Dimensionen an. Hat davon abgesehen aber definitiv seine Höhepunkte und sorgt durchweg für kurzweilige Unterhaltung.

10 Kommentare zu „Wermis großer Jahresrückblick 2020 – Teil 3: Serien

Gib deinen ab

  1. Das Damengamit hat mir auch sehr gut gefallen, während mich die vierte Staffel Rick and Morty auch nicht so abholt, wie die vorherigen.
    Außerdem steht True Detective Staffel 1 schon bei mir im Regal..muss ich auch endlich mal anfangen 😉.

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    1. Mensch da sind wir ja schonmal auf einer Wellenlänge
      Ich glaube bei rick & morty wäre es besser gewesen, wenn gleich alle Folgen erschienen wären. Das wöchentliche Warten auf die neue Folge konnten nur wenige wirklich einlösen und 20min sind eben auch wirklich schnell wieder vorbei

      Da hast du auf jeden fall nen großen Spaß noch vor dir… an der Staffel muss man am Anfang wirklich erstmal dran bleiben, weil zumindest auf der Handlungsebene erst wenig passiert

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  2. Der Tatortreiniger ist fantastisch, aber ob der noch als Geheimtipp durchgeht?
    True Detective Staffel Eins war sehr gut, McConaughey hat aber auch die einfachere Rolle um zu glänzen, aber Woody so entgegen seines Typecastings fand ich auch spitze.
    The Last Dance hab ich auch geliebt, ganz und gar großartig.
    Middleditch & Schwartz hat den ganz großen hype nicht ganz erfüllt, auch wenn es schon sehr gute Impro-Comedy ist.
    Dann „Das Damengambit“ und ich weiß du bist wie ganz viele begeistert. Ich war es die ersten Folgen auch, aber dann zeigt sich warum nicht alles zur Serie gemacht werden soll. Beth allein trägt die Serie nicht (Obwohl Taylor-Joy wie immer fabelhaft spielt) und dafür sind die Nebencharaktere zu oberflächlich und uninteressant. Abgesehen davon, dass jede Folge die selbe Struktur hatte. Mein Hypetrainwreck 2020, exemplarisch für den inzwischen unerklärlichen Serienhype.

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    1. Joa wahrscheinlich wieder ein Geheimtipp. In meinem Umfeld kennt das kaum jemand
      Ich würde es eher so ausdrücken, mcconaugheys rolle ist für den zuschauer sicherlich attraktiver, aber sie ist alles andere als einfach. Der mann hat nicht umsonst ich glaube es waren ca. 450 Seiten über seine figur geschrieben, um sich mit ihr auseinanderzusetzen. Die rolle hätte mMn kaum jemand so sehr ausfüllen können wie er
      Und bei harrelson finde ich überhaupt nicht, dass er entgegen seines typecastings ist. Ich finde die rolle ist perfekt auf ihn zugeschnitten und in dieser rubrik an figuren nehme ich ihn auch am meisten wahr.
      Beim damengambit hatte ich halt bereits vorm hype damit angefangen und das war viel mehr unerwartet gut geschriebenes storytelling. Nichts, dass man nicht auch schon gesehen hat, aber durch und durch hochwertig. Dazu hab ich mich auch wirklich in das setting der 60er wars glaub ich verliebt
      Auf hohem niveau wahren meine hypetrainwrecks eher mandalorian und rick & morty, weil da eben auch ne erwartungshaltung war im gegensatz zum damengambit

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      1. Na wenn man sich anguckt, was Harrelson bis dahin gespielt hat, ist das doch entgegen des Typecastings. Seine Rollen nach „True Detective“ sind dann alle mehr in dem Spin.
        Ich fand das Storytelling von Damengambit auch nicht wirklich gut, es war solide. Das Setting war toll, das meiste was mir die Serie anbietet habe ich aber schon besser gesehen, daher mein Unverständnis für den Hype.
        Mandalorian will ich gar nicht gucken, hab die böse Ahnung übel enttäuscht zu werden.

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      2. Ja das mag sein, so genau habe ich seinen Werdegang nicht verfolgt und dadurch dass ich seine Filme jetzt nun mal nicht chronologisch gesehen habe, trügt das sicher mein Bild von ihm. Trotzdem finde ich, dass so Rollen ihm auf seinen Leib geschrieben sind und er fast schon nur ganz natürlich agieren muss (was seine Leistung nicht schmälern soll)
        Also wenn du mit Schach aufgewachsen bist und seit Jahren auf gute Schachverfilmungen wartest, sieht man das glaub ich nicht so eng, wenn der Denksport endlich so aufregend inszeniert wird 😄 und ich denke auch, dass das Writing der Miniserie nicht das Rad neu erfindet, das was es dann macht aber eben ziemlich gut macht
        Und Mandalorian würde ich dir empfehlen einfach mal in die erste Folge reinzuschauen, dann weißt du schon obs dich anspricht. Die Folgen sind ja zudem extrem kurzweilig und ehe man sich versieht sind die ca. 30 Minuten auch wieder rum

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  3. Ich bin wohl ein größerer Serien- als Filmfan (wenn man das überhaupt so allgemein sagen kann). Ich liebe es, Figuren über längere Zeit hinweg zu begleiten. Entweder deren Entwicklungen zu sehen oder einfach nur deren Präsenz sehr lange genießen zu können, wenn ich weiß, dass sie mindestens 13 Folgen lang da sein werden oder so ^^ Aber es stimmt, der Serienmarkt ist explodiert und so oft, wie etwas nach nur einer Staffel abgesetzt wird, macht es keinen Spaß mehr (zumindest nicht mit Cliffhangern).
    Avatar ist grandios! Über dieses Erwachsenwerden in der Handlung hatte ich so bewusst noch gar nicht nachgedacht, aber ja, stimmt ^^ Hast du auch die Nachfolgeserie um Korra gesehen?

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    1. Klar kann man das so sagen, finde ich schon, weil ich eben mehr Filmfan geworden bin, obwohl ich mal von der Serienschiene kam
      Es gibt nen Beitrag von Game Two, der mein Problem ziemlich gut zum Ausdruck bringt und ich den genauso gut auf mich und Serien übertragen kann 😄 https://youtu.be/x_ByPqA9Rw8
      Ah Mist, habe tatsächlich vergessen Korra in den Rückblick aufzunehmen! Habe ich nämlich nach wiederholtem Beenden von Avatar mal ne Chance gegeben. Bin auch tatsächlich bis Staffel 4 gekommen, wo ich aber irgendwie in der Mitte witzigerweise aufgehört habe 😄 musste leider immer den Vergleich zu Avatar ziehen, aber da ist die Serie für mich leider nie herangekommen. Ich fand sie solide und war auch über weite Strecken gut investiert, aber wenn ich ne Serie kurz vor Schluss nicht zu Ende geguckt habe, spricht das glaub ich für sich. Nur „gute“ Serien verlieren halt doch zu oft meine Aufmerksamkeit 😁

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    2. Tatsächlich bin ich bei Büchern da aber genau so.
      Ich hab wirklich schon zahllose Bücher und Serien abgebrochen in der Nanosekunde, in der sie mein Interesse verlieren. Bei Filmen ist das halt so gut wie nie der Fall, die ziehe ich auch durch wenn sie mir nicht gefallen, weil da ein Schluss innerhalb kürzester Zeit in Sicht ist. Serien und Bücher fühlen sich dann schon mal wie Arbeit an 😄 nicht die beste Eigenart, weil ich dann nach längerer Zeit vl doch wieder Lust bekomme, ne Serie zu beenden und dann aber voll raus bin

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