Wermis großer Jahresrückblick 2020 – Teil 2: Games

Das Comeback ist geglückt und als Beweis, dass es vorerst auch anhält, folgt auch schon der nächste Beitrag. In diesem zweiten Teil meines großen Jahresrückblicks (bei dem noch lange kein Ende in Sicht gekommen ist und man sich auf einige weitere Teile freuen darf) stelle ich den ersten großen Aspekt meines jährlichen medialen Konsums vor und dabei handelt es sich um die (Video-)Spiele, die ich 2020 gespielt habe. Viel Spaß und in ein paar Tagen geht es dann auch schon mit den Serien weiter, die ich im letzten Jahr gesehen habe!

Games

Anfang 2020 hatte ich etwas längere Semesterferien und verbrachte diese in der Heimat bei den Eltern. Ausgerüstet war ich dabei mit PS4 und einem (nicht unbedingt für Games ausgelegten) Laptop. In dieser Zeit gab ich mich einem großen Titel der PlayStation-Reihe hin, um ihn endlich mal nachzuholen, und stieß auf meinem Laptop auf Indie-Titel.

The Last of Us

Dank der kostenlosen monatlichen PS-Plus-Titel kam ich in den Besitz eines echten PlayStation-Klassikers: The Last of Us Remastered. Da man das Spiel zu einem der besten aller Zeiten zählt, hatte ich große Lust darauf diese Lücke endlich zu schließen, besonders da The Last of Us: Part 2 einige Monate später erscheinen sollte. Außerdem handelt es sich um ein Spiel, dass großen Wert auf Story und seine Figuren legt, wo ich doch immer ziemlich hellhörig werde, und die Neugier auf eine gut erzählte Endzeit-/Zombiestory war zusätzlich hoch.

Perfekte Voraussetzungen also, um seit Ewigkeiten mal wieder meine Zeit in ein Singleplayer-Game zu investieren. Vor allem handelt es sich um ein Spiel mit klarem Anfang und Ende und keiner vergleichsweise all zu großen Spielzeit, was mich oft dann doch schonmal abschrecken lässt, da ich genau weiß, dass ich die Spiele sonst nie zu Ende spiele.

Aber kommen wir doch mal endlich zum Spiel! Denn das hält absolut was es verspricht. Wie toll sind bitte Joel und Ellie und die Bindung, die sich bei beiden immer weiter aufbaut. Joel, der zu Ellie väterliche Gefühle entwickelt und trotz der gräulichen Taten in einer Apokalypse im Kern durch sie immer weicher wird und plötzlich wieder etwas zu verlieren hat. Und Ellie, die in ihm eine neue Vaterfigur sieht und ihn vermutlich lieber hat, als sie es gerne zugeben würde. Jede Szene oder auch bloß jede Dialogzeile, die beide miteinander austauschen, wird zum absoluten Highlight und damit sind wir auch bei meinem einzigen Kritikpunkt: Von mir aus hätte es noch weniger Schleicherei, Zombie-Action und Ballerei mit anderen Menschen geben können. Manchmal war ich von solchen Passagen gar etwas genervt und wollte einfach, dass es mit Joel und Ellie weitergeht und wirklich abwechslungsreich waren diese Gameplay-Sequenz auch nicht wirklich. Um so ein größerer Genuss waren all jene Gameplay-Sequenzen, in denen man diese Endzeit-Welt erkundete und Joel und Ellie sich dabei unterhalten konnten.

Nichtsdestotrotz folgt dieser Störfaktor eher von meiner Ungeduld und liegt auch darin begründet, dass ich Shooter nicht besonders gerne mag. Davon abgesehen hatte ich ein wirklich tolles Erlebnis mit The Last of Us, denn ich war mitgerissen, ergriffen, berührt und hatte alles in allem großen Spaß. Und im Endeffekt spricht mein winziger Kritikpunkt ja auch für die besondere Figurenkonstellation und ihre Geschichte.

Abschließend möchte ich noch erwähnen, dass ich The Last of Us: Part 2 noch gar nicht gespielt habe. Der Kaufpreis von Spielen zu Anfang ihrer Erscheinung sind mir dann doch etwas zu teuer, daher habe ich mir erstmal in Let’s Plays angeschaut, um zu gucken, oben mich das Spiel überhaupt anspricht. Und da musste ich feststellen, dass ich mich einer großen Anzahl an Leuten anschließen musste, denen die Storyentwicklungen so gar nicht zusagte. Dementsprechend habe ich die Finger davon gelassen und klar ist es schwierig aus der Ferne zu urteilen ohne es je selbst gespielt zu haben, aber ich habe mich auch ein wenig mehr damit auseinandergesetzt bevor ich diese Entscheidung getroffen habe. Dabei kann ich jeden den es interessiert ein extrem ausführliches Video, das eine verdammt interessante Auseinandersetzung mit dem Stoff ist, empfehlen über die Probleme, die das Spiel hat und über eine Alternative zu der Story: How To Divide A Fanbase – The Last of Us 2 von „The Closer Look“.

Firewatch

Wow, wenn ich am Anfang gewusst hätte, was für ein beeindruckendes Spiel mit Liebe zum Detail sich hier hinter verbirgt. Spielerisch ist es recht beschränkt, fokussiert es sich doch eher stark auf eine komplexe Story und seine Atmosphäre. Im Grunde läuft man nur durch die Gegend und unterhält sich mit einer weit entfernten Person über das Walkie-Talkie, wo man zumindest die Dialogoptionen auswählt. Aber alter Schwede hat mich das Spiel geflasht. Ich kann mich kaum an Spiele erinnern, die mich derart über ihre gesamte Länge fesseln konnten, einen Gänsehaut-Moment auf den anderen folgen ließen und eine Achterbahn der Gefühle waren. Auf den ersten Blick wirkt es recht harmlos und stumpf, aber glaubt mir, das ist es nicht. Ein absoluter Geheimtipp, auf den man sich erstmal einlassen muss, der es einem aber definitiv zurückzahlt. Für mich eins der besten Spiele, die ich je gespielt habe und eines, worüber man selbst nach seinem Ende dank der vielen Mystery-Elemente noch einige Zeit nachdenkt.

The Gardens Between

Toll aussehendes, kreatives kleines Rätselspiel, mit subtiler, süßer Story. Man hat es zwar relativ schnell durch und es ist jetzt auch nichts Weltbewegendes, aber eine angenehme Abwechslung.


Anschließend ging es wieder zum Sommersemester nach Wien, wo ich derzeit studiere. Dort angekommen dauerte es nicht lange, bis die Universität coronabedingt schließen musste und dann nach ein wenig Vorbereitung auf online Betrieb umstellte. Diese Zeit war geprägt von Langeweile und frei einteilbarer Freizeit, in die es auch paar Games auf meinem dortigen PC geschafft haben.

League of Legends

Ich habe einen Hang zu kompetitiven Spielen und E-Sport. Da es dafür auch wieder etwas mehr Zeit gab, fand ich wieder in „LoL“ hinein, was zusätzlich auch ein ganzer Freundeskreis spielte, mit dem ich sonst wegen der Entfernung zu Wien nicht mehr so viel zu tun hatte. Gute Gelegenheit also, sich zusammen online zu formieren. Auch ich bin kein großer Fan von der LoL-Community, aber bin doch derart mit den Spielmechaniken vertraut, dass ich gut hineinfinden konnte und mich der „Wettbewerbs“-Ehrgeiz innerhalb des Spiels wieder genug kitzelte. Zum ersten Mal reichte es dann auch endlich für eine Platin-Platzierung in dieser Saison.

Baba is you

Was für eine dicke Nuss von einem Rätselspiel. Selten so etwas Schwieriges, wie aber auch Kreatives gesehen. Das Spielprinzip an sich ist einfach super interessant, leider verbringt man aber auch gerne Mal Stunden mit nur einem einzigen Rätsel und kommt einfach nicht auf die Lösung. Das Spiel hat für so einige Knoten in meinem Hirn gesorgt.

Ori and the Blind Forest und Ori and the Will of the Wisps

Neben „The Last of Us“ und „Firewatch“ wohl DIE Entdeckung meines Gamingjahres. Optisch einfach wunderwunderschön, unterlegt von einem unfassbar bezauberndem Soundtrack, der einem das Herz dahinschmelzen lässt (hört nur mal kurz rein), passend zur simplen aber herzergreifenden Story und zu guter Letzt spielerisch absolut gelungen und stets motivierend. Dabei spreche ich tatsächlich von beiden Teilen, wobei Ori and the Will of the Wisps in allen Belangen sogar noch eine Schippe drauf legt. Der zweite Teil erschien erst 2020 und ist sicherlich eins der Jahreshighlights. Rundum über alle Aspekte hinweg hatte ich mit dieser Reihe wahrscheinlich den meisten Spaß und ich habe jede Sekunde genossen.


Schließlich war die Pandemie in vollem Gange. Der erste Lockdown stand an, der Kontakt zu anderen Menschen wurde auf ein Minimum reduziert und blühte online wieder auf. Das bedeutet, man sucht sich auch allerlei Spielchen zum gemeinsamen Abhängen heraus. Hier ein kleines Best-Of:

Online Poker

Über Monate hinweg hatte ich einen Bekanntenkreis, bei dem es wöchentlich mit maximalem Ehrgeiz zur Sache ging. Da hieß es mal wieder, mich in die Materie einzufuchsen und nicht den Kürzeren zu ziehen. Schließlich wollte man nicht Opfer des hämischen wie aber auch herzhaften Trashtalks werden und es hieß: Hose runterlassen oder die eines anderen auszuziehen. Achja gepokert wurde dann auch noch. Äh ja… Wie dem auch sei, wenn alle mit Motivation dabei sind macht es richtig Spaß, auch wenn das Niveau durchaus hoch war und ich eine Niederlagenserie zwischendurch hinnehmen musste. Immerhin brachte es mich dazu, mein Spiel in Frage zu stellen, mehr zu variieren und doch auch zu verbessern.

Montagsmaler auf Skribbl.io

Wie wahrscheinlich bei vielen anderen der Renner beim gemeinsamen Online-Abhängen. Da kann selbst jemand wie ich glänzen, der keinerlei malerischer Fertigkeiten besitzt.

Golf with your Friends

Wieso nicht einfach mal zusammen gemütlich minigolfen? Angenehmes Spielchen für zwischendurch, das trotz teils doch nerviger Bugs für viel Spaß sorgt. Im Gegensatz zum realen Minigolfen bin ich hierin aber eine absolute Niete, außer in Forest! Die Map will aber nie jemand gleich mehrmals mit mir spielen… Aber auch wenn man auf jeder anderen Map versagt, vergeht einem nicht der Spaß.

Among Us

Ja, auch an mir ging der Hype nicht vorbei. Schnell hatte sich eine Truppe gefunden, mit der immer wieder aufs Neue fröhlich drauf los intrigiert wurde. Lügenstimmen wurden entlarvt, unaufhörlicher Bullshit gelabert und schließlich wurde ich immer zu Unrecht als erster rausgeschmissen, obwohl ich jedes Mal nur Crewmate war und mich am meisten bemüht habe, die falschen Schlangen zu ermitteln und zu entlarven.

Codenames online

Da Brettspiele kürzer treten mussten, weil man sich nicht mehr in Gruppen treffen konnte, bietet das Internet doch die ideale Plattform, um sie online auszutragen. Codenames ist dafür ein gutes Beispiel.

Online Schach

Auch mich hat das strategische Brettspiel in den Bann gezogen und ich konnte sowohl Familie, als auch Freunde dafür begeistern. Schon in Kindesalter hatte ich das Schachspielen gelernt, bis zu einem Alter von ca. 10-11 Jahren war ich sogar in einem Verein und nahm an regionalen Turnieren teil, daher war der Wiedereinstieg gar nicht so schwierig. Dabei musste ich leider feststellen, dass einige Freunde ordentlich Ehrgeiz entwickelten, sich Youtube-Videos reinzogen und ich mich immer öfter mal geschlagen geben musste.

NBA 2K20

Man wie kann man ein Spiel bloß mit derart lästigen Ladesequenzen und einem undurchdachten Onlinesystem fast schon ruinieren. Naja, Spaß brachte es mir und ein paar Freunden online trotzdem, als sich einige zusammengefunden hatten um mit ihren MyCareer-Spielern ein Team zu bilden und sich gegen andere zu behaupten. Das Spielprinzip ist eigentlich top, wird durch die verhunzte Arbeit des Spieleentwicklers aber ab und zu leider etwas geschmälert und frustriert bisweilen. Als Fan von Basketball und eben von Basketballgames ist man dennoch schnell angefixt.


Gegen Jahresende investierte ich dann noch ein wenig des erarbeiteten Geldes vom Sommerjob/Nebenjob in eine Nintendo Switch, um doch nochmal ein paar Nintendo-Titel nachzuholen. Ich bin mit Nintendo-Konsolen groß geworden und da blutete mir über die Zeit das Herz, ohne die aktuellste auskommen zu müssen.

The Legend of Zelda: Breath of the Wild

Da war es nun endlich, das Spiel, dass ich eigentlich am liebsten seit Erscheinen sofort gespielt hätte. Mit Zelda bin ich groß geworden und daher zählt es zu meinen liebsten Spielereihen überhaupt. Da sowohl Kritiker als auch Spieler voll des Lobes waren und es quasi schon zum neuen besten Spiel aller Zeiten gekürt wurde, war meine Erwartung aber auch dementsprechend groß. Das Spiel war im Prinzip der Hauptgrund für mich, mir eine Switch zu zu legen.

Nachdem ich noch nicht geschafft habe, es ganz durchzuspielen, folgt mein Zwischenfazit: Es gibt einen guten Grund, dass ich es nicht schon längst durchgesuchtet habe. Leider habe ich so einige Probleme mit dem Spiel, die mich immer wieder herausreißen und weshalb ich das Spiel auch wiederholte Male für eine Weile bei Seite lege.

Es fängt bei der Steuerung an, die nicht unbedingt intuitiv und gar etwas umständlich ist. Ich kam gar nicht richtig in einen Spielfluss, da man immer wieder überlegen muss, welcher Knopf was bewirkte. Wenn man dann noch eine längere Spielpause einlegt, ist auch direkt wieder alles weg aus dem Gedächtnis. Wo wir bei der Steuerung sind, können wir auch gleich mit den Kämpfen weitermachen. Sicherlich ist es schön, allerlei Freiheiten zu haben, wie man mit Feinden in Kontakt tritt, aber es fühlt sich jedes Mal unbefriedigend und cheesy an, weil es sich anfühlt als würde ich einfach irgendwas Zufälliges machen und damit durchkommen. Dazu finde ich das Kampfsystem (besonders im Nahkampf) selber auch nicht so besonders, weil es auch hier wieder wenig intuitiv wirkt und Timings unsauber sind. Vielleicht bin ich aber auch einfach zu schlecht und ungeduldig. Womit wir auch schon bei der Haltbarkeit der Waffen sind. Muss ich dazu eigentlich was sagen? Wer hat sich gedacht, dass das cool wäre?

Naja viele harte Worte, bei denen ich nochmal sagen möchte, dass die Erwartungshaltung aber auch riesig war. Trotzdem habe ich auch Spaß mit dem Spiel, allerdings habe ich auch noch ein paar weitere Kritikpunkte, die gleichsam die größte Stärke des Spiels beinhalten: die Spielwelt.

Diese Open-World ist unvergleichlich. Gleichzeitig bin ich aber gar nicht unbedingt der größte Fan von Open-Worlds. Das ließe sich aber noch verschmerzen, wenn einem zumindest ab und zu ein klarer Weg vorgezeichnet wird. Hier wird man jedoch so überhaupt gar nicht an die Hand genommen und ich muss zugeben, dass die Erkundung der Spielwelt und das Erledigen von Nebenquests sich bei mir bisher stark in Grenzen hielt. Einzig die Schreine halten mich dazu an, doch mal nach mehr Ausschau zu halten, denn dieser Zelda-Rätselspaß weckt dann doch wieder einiges an Freude in mir.

Tja letzten Endes scheint es ganz so, als sei das Spiel nicht unbedingt für mich gemacht. Das ist okay und immerhin kann ich bei einem so offenen Spiel mir die Sachen herauspicken, die mir am meisten Freude bereiten. Derzeit habe ich drei Titanen hinter mir und befinde mich kurz vor dem letzten. Die Story werde ich definitiv durchspielen, wie auch noch einige Schreine auf dem Weg mitzunehmen, und dann werde ich vermutlich mit dem Spiel abschließen.

Fire Emblem: Three Houses

Irgendein Zweitspiel für die Switch musste her und nach reiflicher Überlegung stieß ich auf Fire Emblem. Weder kannte ich die Spielereihe, noch mag ich den Anime-Look besonders und bin jetzt auch kein großer J-RPG-Fan. Dennoch sollte dieses Spiel voll ins Schwarze treffen und ich begann es vorrangig auf der Konsole zu spielen.

Ich liebe schon immer Strategiekomponenten von Spielen und das Spielprinzip konnte mich total abholen. Okay ich gebe zu, das war nicht sofort der Fall, weil die Einstiegshürde doch etwas hoch ist und man schnell sehr überfordert ist. Irgendwann machte es aber dann Klick und ich begann fleißig meine Schüler zu unterrichten und mit ihnen in den Kampf zu ziehen. Durchgespielt habe ich allerdings auch das Spiel noch nicht, vermutlich bin ich gerade beim Midpoint des Spiels angelangt, dort überwerfen sich die Ereignisse und es gibt einen Zeitsprung. Als dann die Zeit zum Spielen fehlte, wurde ich leider etwas herausgerissen und auch bei diesem Game ist es nicht ganz einfach, wieder hinein zu finden. Bald werde ich aber sicherlich endlich wieder ansetzen und es zu Ende führen. In jedem Fall großer Spielspaß, der weiß, wie man den Spieler motiviert hält und bei voranlaufen der Geschichte einen stets belohnt.

6 Kommentare zu „Wermis großer Jahresrückblick 2020 – Teil 2: Games

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  1. „Vielleicht bin ich aber auch einfach zu schlecht und ungeduldig.“
    Ja.

    Aber im Ernst, das Kampfsystem ist doch ein Traum. Schöne Konter in letzter Sekunde und dazu die Freiheit, z.B. Ölfässer in die Feindesbasis zu rollen, um sie dann zum Explodieren zu bringen. Und zigtausend andere Möglichkeiten, auf die man gar nicht alle gekommen wäre, durch die verschiedenen Fähigkeiten, die man in den ersten beiden Spielstunden freispielt und einen immer wieder kreativ begleiten.

    „Das ließe sich aber noch verschmerzen, wenn einem zumindest ab und zu ein klarer Weg vorgezeichnet wird“

    Man merkt, dass du mit Assassin’s Creed und nicht mit 90er-Spielen groß geworden bist. Genau das, was du bemängelst, ist ja DAS Highlight des Spiels. Du kannst machen, was du willst, wann du willst, hast keine nervigen Symbole überall auf der Karte und du hast wirklich überall was zu tun und was zu entdecken. Allein Enventide Island ist an sich fast ein eigenes Spiel, das man so leicht verpassen könnte, aber umso kräftiger nachwirkt, wenn man zufällig beim Erkunden draufstößt.
    Dazu noch unzählige Nebenquest (dein eigenes Haus ausbauen) und weitere kleine Dinge an allen Ecken und Enden zu entdecken.
    Bei den Waffen gebe ich dir recht, wobei sich das halbwegs erledigt hast, sobald du das Masterschwert in Händen hälst. Das man auch ganz einfach verpassen könnte. Neben den Waffen sind für mich nur die Schreine ein weiterer Kritikpunkt, ansonsten ist das mein Spiel des Jahrzehnts. Eben gerade WEIL man endlich mal Freiheit hat und nicht die übliche Ubisoft-Formel angewendet hat.

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    1. Ich finde halt dass die Angriffe der Gegner, wie auch die Timings zum Konter irgendwie etwas holprig und unpräzise sind (ich muss es dann schon etwas mit dark souls vergleichen, auch wenn das sicherlich unfair ist) und es eh über Bord geworfen wird, da oftmals gleich mehrere Gegner auf einen einprasseln und einem dann auch noch Waffen kaputt gehen und sich dann auch noch ums umher switchen der Waffen kümmern muss. Das wird mir einfach zu unübersichtlich. Im Übrigen fällt mir auch noch ne weitere Sachen ein, dass ich die Endbosse auf den Titanen auch irgendwie nicht so befriedigend finde und ich mich am Ende doch irgendwie durchgecheesed habe (so fühlte es sich zumindest an).

      Das mag sein und mit AC hast du recht
      Aber wie schon gesagt, ich bin eben kein Open World Fan und da gehe ich dann den Kompromiss ein, zumindest eine kleine Vorgabe zu bekommen. Bei AC wurde es dann extrem übertrieben, der Meinung bin ich auch, aber ich hatte bei Zelda eben auch schon eine krass lange Durchhängerphase zwischendurch, wo ich gar nicht mehr weiter wusste und mich das schon echt genervt hat und ich das Spiel schließlich zur Seite gelegt hatte, bevor ich nach einiger Zeit mal nachgelesen habe was man machen muss.
      Freiheit schön und gut, kann ich auch schonmal genießen, aber manchmal ist mir das zu viel und ist für mich kein Genuss mehr, vor allem weil ich dann auch nicht zu viel Zeit hineinstecken möchte. Dafür hat es mich (bis jetzt) zu wenig immer wieder motivieren und belohnen können.
      Ich habe leider schon genug Spiele nie zu Ende gespielt (Asche über mein Haupt) 😅

      Aber es ist eben auch bloß ein Zwischenfazit. Vielleicht ändert sich an der Meinung auch nochmal was wenn ich mit mehr Geduld mich nochmal dran gesetzt habe und versuche mich drauf einzulassen. Gerade bekomme ich dann doch wieder etwas Lust, auch wenn ich an einer Stelle aufgehört habe, bei der ich gehangen habe und die mir nicht viel Spaß bereitet hat 😅
      Habe aber tatsächlich mit nem Kumpel drüber geredet, der ebenfalls riesen Zelda-Fan ist und das Spiel auch gar nicht mal so besonders fand und eher bloß die Story straight durchgespielt hat

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      1. Mit den Souls-Spielen hast du jetzt aber auch das beste Kampfsystem überhaupt als Vergleich herausgesucht. Die Spiele sind der Grund, wieso ich nie mit Witcher 3 warm geworden bin, da das Kampfsystem im Vergleich so gar nicht mithalten kann. Botw finde ich durch die Ausweich- und Kontermechanik doch recht gelungen (habe es aber nie auf der Switch gespielt sondern nur auf der Wii U).
        An die Endbosse kann ich mich schon gar nicht mehr erinnern, da haste sicher nen Punkt. Dafür sind mir umso mehr die Kämpfe mit den verf… Leuen im Gedächtnis geblieben. Oder dem Sandwurm, oder den Maschinen im Labyrinth, oder, oder, oder… memorable Momente hatte ich wahrlich genug. Und habe es sehr bereut, dass ich es wegen einer Hausarbeit „schnell“ (ca. 40 Stunden) durchrushen musste.

        Unsere Spielgefühle sind da wohl einfach anders. Kann man wenig machen. Zwingen muss man sich auch nicht, wenn es einem nicht so zusagt. Mit anderen Zeldas kann man das Spiel nicht so gut vergleichen. Am ehesten noch Teil 1 auf dem NES und dieses Remake auf dem Handheld, bei dem man die Dungeons in beliebiger Reihenfolge machen kann. Der Rest ist im Vergleich dazu schon sehr linear.
        Ohne einen Erkundungsdrang und dieses Gefühl von „nur noch ein Mini-Dungeon“ ist es halt nicht das richtige. Glaube daher nicht, dass du noch warm damit wirst. Vielleicht mit dem Nachfolger, der hoffentlich wieder ein paar größere Dungeons mit epischen Bosskämpfen und eine andere Waffenmechanik bietet.

        Wenn bis dahin die 4k-Switch erscheinen sollte, bin ich auch am Start.

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      2. Vielleicht wurde ich mit dem Nahkampf auch noch nicht so warm, da es nach wie vor immer wieder bei der überladenen Steuerung hakt.

        Ansonsten bringst dus gut auf den Punkt. Bei Games unterscheidet sich die individuelle Wahrnehmung eh nochmal viel viel krasser als vermutlich bei jedem anderen Medium.
        Was Singleplayer-Titel angeht, habe ich im letzten Jahr glaube ich so viele durchgespielt wie selten (und wenn man sich meine Übersicht anschaut, sind das nicht gerade viele, also heißt das was). Durchspielen möchte ich das schon noch, aber das mans kaum mit anderen vergleichen kann musste ich leider auch feststellen. Mein absolutes Lieblingszelda war übrigens The Minish Cap für den Gameboy. Halte ich auch für nen ordentlichen „Geheimtipp“ unter den Zeldas, falls man nochmal an nen Gameboy oder nen Emulator kommt. Vorletztes Jahr erst nochmal gespielt. Und da wird viel Erkundung ebenfalls belohnt (dort konnte es mich zumindest deutlich mehr motivieren).
        Für das neue Zelda wäre ich dann auch offen, mit den drei Punkten: Dungeons, Bosskämpfen und Waffenmechaniken triffst du auch bei mir nen Nerv und machst mich hellhörig, hätte ich Bock drauf.

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  2. Ich geb dir da in Teilen Recht mit dem neuen Zelda. Wurde auch in zwei Anläufen nie so warm damit, um es durchzuspielen. Das Abnutzen der Waffen hat mich gerade am Anfang echt genervt. Es ist mit Sicherheit ein tolles Spiel, aber irgendwie merk ich über die Zeit, dass mir Games mehr liegen, die mir sagen „geh da hin, mach das“, am besten in so halb offenen Bereichen.

    Last of us habe ich mich nie rangetraut. Spiele immer mehr Games wo ich nebenbei Podcasts oder Musik hören kann und das würde dem Spiel nun wirklich nicht gerecht werden 😀

    Hatte dieses Jahr viel Spaß mit Pro Skater Remake und Doom Eternal, aktuell zocke ich aus Spaß wieder Minecraft im Kreativmodus und Hades bekommt mich immer mehr. Eigentlich hab ich noch FF7-Remake und Ghost of Tsushima hier rumliegen, aber das zock ich erst wenn ich eine Playstation habe die sich nicht so anhört, als würde ein Düsenjet in meinem Wohnzimmer starten.

    Gefällt 1 Person

    1. Na also, ist meine Rezeption doch nicht völlig weltfremd und ich habe einen auf meiner Seite 😁

      Ich habs auch echt gerne nebenbei was zu hören, dementsprechend war Last of Us wahrscheinlich das erste Spiel seit Ewigkeiten, auf dass ich mich voll eingelassen habe. Das Erlebnis war dann also ne ordentliche Abwechslung, die ich nIcht bereut habe
      Aber auch hier habe ich bei manchen Passagen was nebenbei angemacht, da wie angesprochen Gameplay Sequenzen sich auch mal länger ziehen und mich nicht so sehr angesprochen haben, dass ich sie nicht unbedingt mit voller Aufmerksamkeit in mich aufnehmen musste. Dann wurde eben wieder zu Cutscenes oder Dialogen alles andere drum herum pausiert. Ging auch 😊

      Ui da hast du ja auch noch ganz schöne Bretter vor dir.
      Sonst bei Doom bin ich raus, Shooter machen mir nicht so viel Spaß, und Skating war ich auch nie drin, klingt aber nach einem dieser angenehmen Games, die man nebenbei daddelt und immer zwischendurch mal anschmeissen kann.
      Minecraft gibts bei mir im Freundeskreis auch immer mal wieder aktive Phasen, so wie seit Weihnachten wieder. Da kann man dann online gemeinsam entspannt abhängen und Quatsch machen

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