Jahresrückblick 2019

Zum Jahresrückblick gibt es gerade so pünktlich dann doch nochmal ein Lebenszeichen von mir. Auch wenn viel Privates meine Aktivitäten hier still legte, lasse ich es mir doch nicht nehmen, das Jahr 2019 noch einmal Revue passieren zu lassen.

Dafür gibt es nicht nur einen kleinen Überblick über meine liebsten Filme des Jahres, ich schaue außerdem zurück auf Scores die mir im Gedächtnis geblieben sind, gebe eine kleine Vorschau darauf, wie es hier 2020 weitergeht und am Schluss gibt es eine kleine Aufforderung zur Interaktivität, also bleibt dran!


Meine Film-Highlights

Insgesamt bin ich ganz zufrieden mit diesem Jahr. Für mich persönlich waren zwar in der Spitze zu wenige Filme, die das Potential zu neuen Lieblingen haben, aber es gab durchaus einiges an Originalität und Abwechslung. Besonders aber auch im mittleren Segment ist das Jahr in meinen Augen sehr breit aufgestellt, so ist meine Topliste zum Beispiel stark von soliden Feel-Good-Movies geprägt. Wie diese aber genau aussieht, dass möchte ich euch jetzt gerne präsentieren, also viel Spaß mit meiner Top 10 des Jahres!

Platz 10

Parasite – Bong Joon-ho

Und es geht auch schon direkt los mit einem richtigen Knaller! Während dieser Film wohl bei den meisten anderen hoch gehandelt wird als Film des Jahres, findet er sich bei mir etwas weiter hinten wieder. Das hat den ganz einfachen Grund, dass ich ihn erst einmal sehen konnte und das auf koreanisch mit englischen Untertiteln. Das reichte für mich noch nicht ganz, um mir einen ordentlichen Eindruck von diesem Film zu machen. Dass er aber trotz der Sprachbarriere wunderbar funktionierte, spricht für ihn und ich kann es definitiv kaum erwarten, ihn mir ein weiteres Mal anzuschauen! Über Parasite wurde das meiste ja auch schon gesagt: Am besten man schaut ihn sich ohne Vorwissen an und macht sich bereit auf einen unvorhersehbaren Film, der die ganze Palette an Emotionen abfeuert.
Darüber hinaus hat er es außerdem geschafft, meine Faszination für das koreanische Kino zu steigern und mich auf das Genie hinter dem Film, Bong Joon-ho, aufmerksam zu machen. In der Folge habe ich seine Filmografie nahezu gänzlich nachgeholt und vielleicht wird man hier in naher Zukunft einen Beitrag wiederfinden, der sich seiner Person widmet.

Platz 9

Free Solo – Jimmy Chin, Elizabeth Chai Vasarhelyi

Damit wäre auch ein Dokumentarfilm in meiner Topliste vertreten und diesen kann ich auch jedem nur wärmstens ans Herz legen, der ihn verpasst hat. Free Solo ist mitreißender als viele Spielfilme, ist toll gefilmt und dürfte für jeden interessant sein. Hier wird ein Mensch begleitet, bei dessen Leidenschaft jede kleinste fehlerhafte Bewegung der Tod bedeuten könnte. Man erhält nachvollziehbaren Einblick in seine Psyche und was fast noch viel bewegender ist: Wie er unter diesen Umständen ein Beziehung führt und wie seine Freundin mit allem umgeht. Damit nimmt die Doku auch nochmal eine ganz andere Perspektive ein und schafft es, sich noch mehr Emotionen zu bedienen.

Mehr könnt ihr nochmal hier in einem anderen Beitrag nachlesen.

Platz 8

Mid90s – Jonah Hill

Da ich gerade Mal 1998 geboren wurde, adressiert sich der Film auch nicht unbedingt an mich. Dass ich trotzdem großen Spaß mit ihm hatte und er sich in meiner Jahresliste wiederfindet, spricht aber dafür, dass an diesem Film mit viel Feingefühl gearbeitet wurde. Mid90s ist eine Zeitkapsel in die 90er-Jahre und schafft es sie selbst jemandem Nahe zu bringen, der sie nie erlebt hat. Dabei bindet er einem die Nostalgie niemals zu stark auf die Nase und verlässt sich viel mehr auf seine lebendig gezeichneten Figuren. Hinzu kommen ein großartiger Soundtrack, ein nachdenklicher Score und toll erzählte Coming-of-Age Themen, für die ich sowieso immer ein Herz habe.

Mehr könnt ihr nochmal hier in einem anderen Beitrag nachlesen.

Platz 7

Fighting with My Family – Stephen Merchant

Mit diesem Film hat sich Florence Pugh in mein Herz gespielt. Sie überträgt ganz toll Emotionen an den Zuschauer und sorgt dadurch in dieser herzlichen, britischen Komödie auch für viel Gefühl und Tiefe. Dabei erhält sie tatkräftige Unterstützung vom restlichen Cast, der ebenfalls hervorragend besetzt ist und Fighting with My Family zu einem rundum gelungenen Biopic macht, der auch für Leute ist, die mit Wrestling nichts am Hut haben.

Mehr könnt ihr nochmal hier in einem anderen Beitrag nachlesen.

Platz 6

At Eternity’s Gate – Julian Schnabel

Hiermit wären wir auch schon bei meiner größten Überraschung des Jahres. Bei At Eternity’s Gate (in Deutschland mit dem weniger runden Titel: „Van Gogh – An der Schwelle zur Ewigkeit“) hätte ich vorher niemals gedacht, dass er mich so faszinieren könnte und es sogar in meine Topliste schaffen würde und ich verstehe auch jeden, der von diesem Film 111 Minuten lang angeödet ist. Er ist definitiv alles andere als perfekt, trotzdem hat er mein Herz erobert, was vor allem an seinen hypnotischen Bildern und dem fesselnden Schauspiel von Willem Dafoe lag, die mich in ihren Bann gezogen haben.

Mehr könnt ihr nochmal hier in einem anderen Beitrag nachlesen.

Platz 5

Green Book – Peter Farrelly

Ich weiß um die negativen Stimmen, die sich nach dem Oscargewinn um diesen Film rankten, aber die sind mir schlichtweg egal. Denn Green Book hat mich zweimal mit einem wohligen und herzerwärmenden Gefühl aus dem Kino entlassen und das hat der Film ohne Frage seinen beiden großartigen Hauptdarstellern zu verdanken. Die Chemie ist einfach toll und macht jedes Mal aufs Neue Spaß.

Mehr könnt ihr nochmal hier in einem anderen Beitrag nachlesen.

Platz 4

Marriage Story – Noah Baumbach

Es ist beeindruckend, wie Noah Baumbach es schafft, bei einem so sperrigen und herunterziehenden Thema wie der Scheidung einen solch leichtfüßigen und bodenständigen Film zu kreieren, der sogar subtilen Humor einflechtet und am Schluss auf seine Weise auf einer positiven Note endet. Ebenfalls wahnsinnig stark ist es, wie man sich zu keiner Zeit gänzlich auf eine Seite der beiden Ehepartner schlagen kann und jeder seine nachvollziehbaren Punkte hat. Womit wir auch zur absolut größten Stärke des Films kommen: seine beiden Hauptdarsteller. Was Adam Driver und Scarlett Johansson hier abliefern, ist absolut brillant und sorgt allein durchs Schauspiel für Gänsehaut. Sie sind es, die für einige der besten Szenen des Jahres sorgen und Marriage Story zu etwas Besonderem machen.

Platz 3

The Peanut Butter Falcon – Tyler Nilson, Michael Schwartz

Als kleiner Shia LaBoeuf Fan war es wieder toll, ihn in einem so liebreizenden Film zu sehen. Wie er und sein Gegenpart Zack Gottsagen ein emotionales Band zueinander knüpfen, ist einfach nur herzerwärmend schön. The Peanut Butter Falcon ist zutiefst menschlich und am besten gefiel mir, mit welchem Selbstverständnis und wie offen er mit einem Menschen mit Down-Syndrom umgeht, der hier ganz klar allen die Show stiehlt und den Ton angibt.

Mehr könnt ihr nochmal hier auf Letterboxd nachlesen.

Platz 2

Once Upon a Time in Hollywood – Quentin Tarantino

Zugegebenermaßen hatte ich gemischte Gefühle nach der ersten Sichtung und wusste nicht so recht, was ich von dem Film halten sollte. Ich bin nicht gerade der größte Tarantino Fan und selten hat er den Zugang zu einem seiner Filme so schwer gemacht wie hier. Dieser Herausforderung habe ich mich jedoch ein zweites Mal gestellt, dann auch endlich im Originalton, und ich habe die vollen 162 Minuten genossen. Die Gefahr war groß, dass er sich noch mehr ziehen und langweilig werden würde, aber genau das Gegenteil war der Fall: Ich wusste genau worauf ich mich einlasse, was auf mich zukommt und das hat mir dabei geholfen, mich immer wieder auf die nächste einzigartige, unvergessliche Szene zu freuen. Großen Anteil an meinem Spaß mit diesem Film hat dann natürlich auch noch das kongeniale Duo bestehend aus Leonardo DiCaprio und Brad Pitt, die das ganze Geschehen auf ihren Schultern tragen.

Platz 1

Stan & Ollie – Jon S. Baird

Und damit kommen wir auch schon zu meinem ganz persönlichen Highlight des Jahres: Wie Steve Coogan und John C. Reilly meine Kindheitshelden Dick und Doof wieder zum Leben erwecken, ist einfach nur magisch. Die beiden verschmelzen wahrlich mit ihren Rollen und innerhalb kürzester Zeit vergisst man die Schauspieler und sieht nur noch das berühmte Slapstick-Duo Stan Laurel und Oliver Hardy. Zudem besitzt der Film selber auch ganz viel Herz, trumpft mit zahlreichen Referenzen zu Sketchen der beiden auf, versprüht dadurch sehr viel Charme und hat mir nicht nur ein wohliges Gefühl verschafft, dass mich zurück in meine Kindheit versetzt hat, sondern auch die ein oder andere Träne verdrücken lassen.

Mehr könnt ihr nochmal hier in einem anderen Beitrag nachlesen.

Ihr habt noch nicht genug und wollt wissen, wer die Top 10 knapp verfehlt hat? Dann schaut euch meine komplette Bestenliste samt Filmbewertungen auf Letterboxd an!


So klingt das Filmjahr 2019

Was Scores angeht, war 2019 jedoch recht dünn besetzt. Daher werden hier nicht nur Filme, sondern auch Serien Erwähnung finden, wo mir der Score positiv im Gedächtnis geblieben ist. Viel Spaß mit meiner Auswahl!

Hildur Guðnadóttir – Chernobyl, Joker

Songbeispiele: „Evacuation„, „Bridge of Death

Fangen wir doch gleich bei einem Highlight an, den dieses Jahr hervorgebracht hat. Die 37-jährige isländische Komponistin legt viel Wert auf die Klänge des Cellos, schließlich ist sie selber ausgebildete Cellistin. Ihre stimmungsvollen Scores erinnern mich sehr an den leider verstorbenen Jóhann Jóhannsson, der ja ebenfalls Isländer war, und sie trug einen entscheidenden Beitrag für die unglaublich dichte Atmosphäre in der HBO-Miniserie Chernobyl Anfang des Jahres bei. Hier klingt der Soundtrack noch sehr experimentell, sehr dissonant und baut Klänge wie z. B. die eines Geigerzählers ein.

Songbeispiele: „Call Me Joker„, „Bathroom Dance

Damit war es das aber noch nicht für die Isländerin, denn ihren wohl bis heute populärsten Score dürfte sie für Joker komponiert haben. Hier drückt sie auf wundersame Weise die gebrochene Figur des Jokers in herzzerreißenden Streichern aus und verleiht Szenen, wie der auf der öffentlichen Toilette, ihre ganz eigene, hypnotisierende Schönheit.

Ramin Djawadi – Game of Thrones

Wir brauchen das Fass nicht wieder aufzumachen. Ja, das Game of Thrones Finale dürfte man wohl als missglückt betrachten und ja, auch ich kann meine Enttäuschung kaum in Worte fassen. Aber wenn die letzte Staffel eines wieder bewiesen hat, dann ist es, welch unfassbares Genie Ramin Djawadi ist. In Wahrheit sorgte nämlich er mit riesigem Abstand für das größte Highlight und wenn man Staffel 8 etwas Positives abgewinnen kann, dann ist es sein meisterhaftes, 9-minütiges Klavierstück „The Night King“ aus der Folge „The Long Night“. Hiermit komponierte er das perfekte Gegenstück zu dem bereits wunderschönen „Light of the Seven“ aus dem Finale aus Staffel 6.
Trotz einer verpatzten achten Staffel mit vielen Problemen im Script schaffte Djawadi es, mir eine Mordsgänsehaut zu verpassen und doch noch einmal das Game of Thrones Feeling aufleben zu lassen und wenn es auch nur während dieser einen Montage war, die „The Night King“ untermalt.

Trent Reznor, Atticus Ross – Mid90s

Ihnen habe ich bereits einen Beitrag gewidmet, daher hier nochmal kurz:
Die beiden Oscarpreisträger komponieren für Mid90s wundervoll ruhige Klavierstücke gepaart mit Synthie-Klängen, die sehr nachdenklich klingen und ein wenig die Verlorenheit eines Teenagers in der großen weiten Welt verkörpern.

Mark Korven – The Lighthouse

Songbeispiele: „The Arrival„, „Cistern/Old Lens„, „Why’d Ya Spill Yer Beans?

Bereits im Horrorfilm The Witch kollaborierte Komponist Mark Korven mit dem Newcomer-Regisseur Robert Eggers, da verwundert es nicht, dass sie für seinen nächsten psychedelischen Trip wieder zusammenarbeiteten. Auch hier bleibt Korven’s Score wieder sehr bedacht, zurückhaltend, mit einigen wenigen Akzentuierung durch tiefe Streicher und flechtet die Musik hervorragend in den Film und seine Atmosphäre hinein, sodass einem der Score fast schon nicht auffällt. Hört man im Nachhinein nochmal rein, erkennt man den Wahnsinn der beiden Protagonisten und die Gefahr die von dem Leuchtturm ausgeht in der Musik wieder. Ein herrlich verstörender Soundtrack!

Para One & Arthur Simonini – Porträt einer jungen Frau in Flammen

La Jeune Fille en Feu

Der Film kommt fast vollständig ohne Musik aus, aber in dieser einen Szene am Lagerfeuer bekam ich dann richtig Gänsehaut, als eine Vielzahl Frauen dieses wunderschöne a capella Stück anstimmen. Mit ihren Stimmen gehen sie unter die Haut und machten bei mir sogar eine Träne locker.

Randy Newman – Marriage Story

Einen Soundtrack Zusammenschnitt gibt es hier.

Würde man den Film nicht kennen, könnte man teilweise denken, diese herzliche, melodische und verspielte Musik untermalt eine fürsorgliche Familie im Einklang. Jedoch im Zusammenhang mit den Szenen aus dem Film und dem Leid die eine Scheidung mit sich führt, bekommt Randy Newmans Score eine ganz neue, schmerzliche Konnotation, die man plötzlich anfängt herauszuhören. Wiederum lässt sich dennoch aus seiner Musik das positive herausziehen, ähnlich wie aus der ehemaligen Beziehung und der letztendlichen Scheidung im Film.
Diese Vielschichtigkeit macht diesen Score damit auch zu meinem liebsten aus dem vergangenen Jahr.
Übrigens gab es hierfür auch schon eine Golden Globe Nominierung und auch die Oscars dürfte damit nicht mehr lange auf sich warten lassen. Randy Newman brachte man zuvor vor allem in Verbindung durch seine Zusammenarbeiten mit Pixar, wie z.B. in Toy Story, für den er „You’ve Got a Friend in Me“ schrieb.

Michael Abels – Wir

Während der neue Film von Jordan Peele schon eher zu meinen Enttäuschungen des vergangenen Jahres zählt, konnte ich mich durchaus gut mit seinem Score anfreunden. Der Regisseur und Michael Abels arbeiteten bereits an Get Out zusammen und so wurde auch hier wieder vollstes Vertrauen in den Komponisten gesteckt. Dieser steigerte sich, kreierte ein virtuoses Stück mit einem Chor („Anthem„) und machte auf brillante Weise den Song „I Got 5 On It“ zum Theme des Films, in dem er ihn neu interpretierte und horrorgerecht gestaltete („Pas De Deux„).

Ludwig Göransson – The Mandalorian

Damit wären wir auch schon bei dem für mich diskussionswürdigsten Score des Jahres. Ludwig Göransson ist wohl DER aufstrebende Filmmusik-Komponist schlechthin. Und auch er schließt sich der Gilde an Komponisten an, bei denen Großteile des pompösen Scores aus dem Computer stammen, darauf kommen wir gleich aber nochmal zurück.
Mit ihm versuchten die The Mandalorian Macher sich von Star Wars abzusetzen und etwas Neues zu kreieren. Denn eins ist klar, Star Wars und sein Score von John Williams samt seiner ganzen Themes und Leitmotive sind nicht voneinander weg zu denken und es lässt sich durchaus sagen, dass John Williams einen riesen Beitrag für den Erfolg von Star Wars beigetragen hat.
In The Mandalorian ist dieses Experiment in meinen Augen jetzt aber leider nur so halb geglückt. Und dafür ist das Main Theme das beste Beispiel:
Am Anfang hören wir das Leitmotiv für den Mandalorianer und das gefällt mir auch unglaublich gut. Es hat irgendwie etwas Mystisches, das sehr gut zum Protagonisten passt, über den man gerade zu Anfang auch nur ganz wenig erfährt. Ab 1:09 habe ich dann aber so meine Probleme und in dem Stil sind im Folgenden auch viele Montagen der Serie untermalt. Dieser generische Teil gibt mir das Gefühl, als hätte Ludwig Göransson noch ein bisschen Musikmaterial von Creed übrig gehabt und hier eingebaut. Ab 2:01 gefällt es mir dann wieder besser, wenn der Score orchestral wird und glorreiche Ausmaße annimmt.
Es steht sinnbildlich für den gesamten Score der Serie, denn es gibt durchaus neue, tolle Ideen, aber dann auf der anderen Seite, gibt es richtige Star Wars Momente, die einfach nicht mit passender Musik untermalt werden und es so verpasst wird, eine Connection zum Zuschauer aufzubauen, die man hätte wenn man John Williams Motiven ein wenig Tribut zollen würde, statt komplett auf Sounds aus dem Computer zu vertrauen.

John Williams – Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers

Womit wir beim Altmeister wären, zu dem ich mich kurz halten möchte, da man zu seiner Arbeit gar nicht mehr viel sagen muss.
Mir hat Episode 9 ja durchaus ganz gut gefallen, aber wenn ich einen Kritikpunkt am Film habe, dann dass die Musik von John Williams hier gar nicht richtig zur Geltung kommt. Dafür gönnt sich der Film viel zu wenig ruhige Momente, um seinen Score auch mal entfalten zu lassen. Stattdessen kann John Williams bloß das beste draus machen und immer wieder seine etablierten Leitmotive und bestimmten Szenen kurz anschlagen und miteinander verweben. Einen ganz tollen Moment kreierte er aber, als er gegen Ende eine Schlachtszene mit der Musik des Opening Scrolls unterlegte und so auch musikalisch die Klammer der Saga schloss.


So geht es hier 2020 weiter

So richtig aktiv habe ich diesen Blog 2019 erst begonnen zu gestalten, vieles habe ich mir vorgenommen und natürlich nicht alles erfüllen können. In erste Linie war der Blog für mich selbst, um einfach mal drauf los schreiben zu können, eine Sache die vielleicht nicht zu meinen größten Stärken zählt, die ich aber auch selten ausgeübt habe und daher auch einfach etwas Übung sammeln wollte. Die anfängliche Regelmäßigkeit musste aber dann leider in der zweiten Hälfte des Jahres meiner Inaktivität weichen, da ich mich zunächst anderen Dingen widmen musste. Was das angeht, wird man hoffentlich 2020 nicht wieder eine derartige Zeit der Stille hier wiederfinden. Klar ist aber auch, dass ich erstmal nicht so aktiv sein kann wie zu meinen Hochzeiten.

Daher würde ich in Zukunft mir erstmal vornehmen, hier einmal im Monat einen neuen Beitrag zu veröffentlichen, der dafür aber etwas aufwendiger ist. Ich werde mich da aber nicht wieder in ein Korsett zwängen und einfach Mal schauen, wie mir Ideen und Themen zu fliegen. Außerdem habe ich mir klar gemacht, auch mehr über Filmmusik zu schreiben, da mir das Thema am besten liegt und am meisten Freude bereitet. Daher nimmt sie auch hier bereits einen großen Teil ein.

Damit kommen wir aber auch schon zu einem Beitrag, den ich euch definitiv schonmal ankündigen möchte und für den ich ausdrücklich um eure Mithilfe bitte!


Die beste Filmmusik der 2010er

Zum großen Finale dieses Beitrags fordere ich euch also zum Mitmachen auf! Im Laufe vom Januar oder Februar wird von mir (hoffentlich) ein Beitrag erscheinen, in dem ich nochmal auf die Filmmusik des vergangenen Jahrzehnts zurückblicke und mir ihre Entwicklung anschaue. (Passend also zur Top 100 der Dekade unserer liebsten FilmBlogCaster 😉 )

Dazu rufe ich euch alle dazu auf, einmal auf die 2010er zurückzublicken und euch zu überlegen, welche Filmmusik euch am meisten im Gedächtnis geblieben ist, welche ihr am besten, schönsten, berührendsten fandet. Wo hattet ihr Gänsehaut, wurdet richtig geflasht oder wart ihr voller Freude?
Nennt mir eure liebste Filmmusik per E-Mail an y.wermann@yahoo.de.
Es kann zu Szenen sein oder zu ganzen Filmen, wichtig ist nur, dass es sich um eigens für den Film komponierte Musik handelt, wie z. B. von einem Hans Zimmer, der sicher seinen Weg in den Beitrag finden wird.

Schickt mir gerne eure Top 3, es können aber natürlich auch weniger oder mehr sein. Jetzt kommen wir aber zum eigentlich wichtigsten: Schreibt mir in 1-2 Sätzen, von mir aus auch 3-4, Hauptsache kurz und prägnant, wieso eine einzelne genannte Filmmusik euch so im Gedächtnis geblieben ist, sie euch bewegt, berührt, was ihr mit ihr verbindet oder was sie auszeichnet. Damit werdet ihr einen kleinen Gastauftritt in meinem Beitrag kriegen, wo ich später versuchen werde, alles zusammen zu führen und einen sehr diversen Rückblick zu erhalten.


Ich danke schonmal allen im voraus, die mir helfen, meinen nächsten Beitrag etwas lebendiger zu gestalten und sich die Zeit nehmen, mitzumachen! Danke auch an alle Leser und ich wünsche allen ein schönes Jahr 2020!

Jetzt dürft ihr aber erstmal gerne mit mir in den Kommentaren diskutieren. Wie hat euch mein Jahresrückblick gefallen? Gibt es Übereinstimmungen mit meiner Topliste oder krasse Unterschiede? Wie habt ihr Scores in 2019 wahrgenommen, deckt meine Auswahl alles ab oder habt ihr sogar noch andere Filme oder Serien gesehen, bei denen sie euch im Gedächtnis geblieben sind? Lasst es mich wissen!

16 Kommentare zu „Jahresrückblick 2019

Gib deinen ab

  1. Von den von dir genannten Scores sind mir in diesem Jahr tatsächlich auch einige positiv in Erinnerung geblieben…außerdem fand ich den Soundtrack zu „Gut gegen Nordwind“ wirklich sehr schön und stimmig (aber da sind natürlich einige Filme darunter, die nicht extra für den Film geschrieben wurden 😉). Bei deiner Aktion werde ich auf jeden Fall gerne mitmachen und dir in den nächsten Tagen ein Mail schicken 😊

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  2. Von den Filmen kenne ich nur „Stan und Ollie“ und da bin ich überrascht, dass der so weit oben ist. Ich fand den Film auf jeden Fall auch gut. Aber so überragend dann doch nicht 😉

    Wir sind übrigens gerade dabei das neue Rätseljahr zu planen. Lufio ist der neue Spielleiter. Allerdings wird das Filmrätsel nur fortgeführt, wenn sich genug Mitspieler finden. Bist dabei? Dann schreib mal unter den letzten Beitrag auf der Seite.

    Bin gespannt was im neuen Jahr hier so passiert. Über deine Score-Aktion mache ich mir Gedanken, kann abe rnix versprechen.

    Gefällt 1 Person

    1. Definitiv eine rein persönliche Entscheidung! Auf jeden Fall ist das kein Über-Film, aber mit ihm hatte ich die beste Zeit und er hat mir am meisten bedeutet!

      Habe mich sofort bereit gemeldet, das ist doch glatt an mir vorbeigegangen!

      Das bin ich auch, freue mich auch in Zukunft dich hier begrüßen zu können 🙂
      Alles klar! Und wenn es auch nur ein Film ist der dir dazu einfällt, zu dessen Score du 1-2 Sätze verlierst, würde ich mich schon sehr drüber freuen! Soll wirklich nicht aufwendig sein

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  3. Ach ja, hatte den Artikel vor Tagen gelesen, aber meinen Kommentar nicht da gelassen😅
    Hoffentlich liest man im nächsten Jahr mehr von dir^^
    „Green Book“ ist für mich typischer Kandidat von beim gucken sehr gut und dann aber immer schwächer, während andere Filme in der Reflexion weiter wachsen. „Once Upon A Time In Hollywood“ ist für mich Tarantinos bester seit „Jackie Brown“, der hat mich gefangen genommen, hadere seit Wochen mit mir die Blu Ray schon zu kaufen.
    Zu den Soundtracks muss ich sagen, dass mir da bis auf der Score von „US“ nichts prägnant geblieben ist, selbst dir hochgelobten Filmmusiken von „Marriage Story“ (bin übrigens ganz klar für Adam Driver bei den Oscars) und „Joker“ (aber den fand ich ja in fast allen Belangen schwach).
    Kann sein, dass ich die Sache mit der Mail verschwitze…

    Gefällt 1 Person

    1. Ja versuche zumindest wieder im Kommentarbereich aktiv zu sein 🙂
      Ich stimme zu, Green Book ist auch nicht überragend, aber der hat mir zweimal ne gute Zeit beschert und ist vielleicht ein Kandidat, den man über Weihnachten mal laufen lassen kann.
      Muss noch ein wenig Zeit verstreichen lassen, da OUATIH noch so frisch ist, aber der könnte zu meinem liebsten Tarantino heranreifen. Ist aber auch der einzige von ihm, den ich (zweimal) im Kino gesehen habe.
      Schade, finde den Marriage Story Score wundervoll verspielt, muss aber zugeben, dass er mir im Film selbst nicht so prägnant aufgefallen ist. Erst durch Reinhören im Nachhinein hab ich den lieb gewonnen.
      Die tiefen Streicher bei Joker, die durch den Kinosaal wummern haben sich aber schon stark bei mir eingeprägt. Außerdem gönn ich der Isländerin ihren Erfolg damit, weil sie mir Anfang des Jahres schon bei Chernobyl extrem aufgefallen ist. Kann mir vorstellen, dass sie den Platz von Johann Johannsson einnimmt und atmosphärische Scores macht, die zuvor Johannsson aufgetragen bekommen hätte
      Kein Problem, es kommt in einiger Zeit auch nochmal eine Erinnerung. bei meinem Beitrag mitzumachen 🙂

      Gefällt 1 Person

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