„Stan & Ollie“ – Review

Als ikonisches Komiker-Duo eroberten „Dick und Doof“ in zahlreichen Filmen während der 20er- bis 40er-Jahre die Herzen der Kinozuschauer und sind bis heute noch weltberühmt. In „Stan & Ollie“ erfahren die beiden nun eine Ode auf ihr Lebenswerk und das Biopic nimmt sich dabei den Herbst ihrer Karriere vor die Brust. 1953 liegen ihre Erfolge bereits längst hinter ihnen und der Film erzählt, wie die beiden noch ein letztes Mal versuchen, sich Gehör zu verschaffen, in dem sie eine große Theater-Tour durch Großbritannien starten.

Oliver Hardy: I’ll miss us when we’re gone.
Stan Laurel: So will you.

Die Fakten

ProduktionGB/Kanada/USA 2018
GenreBiopic, Comedy, Drama
Länge97 Minuten
RegieJon S. Baird
CastSteve Coogan, John C. Reilly

Review

Der Film beginnt bereits mit einem beeindruckenden One-Shot: Titelgeber Stan Laurel und Oliver Hardy schreiten minutenlang durch ein Hollywood-Studio – welches in bester Manier zeigt, was sie sich bis dahin bereits alles aufgebaut haben – um zu ihrem Filmset zu gelangen.

Wir sehen erstmals Steve Coogan und John C. Reilly, die hier die schon etablierten Comedy-Größen verkörpern und von der ersten Sekunde an mit ihren Rollen verschmelzen. Ihr Schauspiel ist eine Wucht und sie werden die kommenden 97 Minuten komplett auf ihren Schultern tragen, in denen sie das legendäre Duo wieder zum Leben erwecken und es ist mir schleierhaft, wie sie von so vielen Auszeichnung übergangen werden konnten.

Nach dem starken Auftakt bleibt der Film erstmal ruhig. Er bemüht sich mit der Exposition und dem Aufbau der Geschichte um seine beiden Hauptfiguren herum, die nun 16 Jahre nach ihrem Erfolg ein letztes mal durchstarten wollen. Das erste Drittel bleibt damit auch das schwächste, was aber vollkommen in Ordnung ist, denn umso mehr Fahrt nimmt er dann im Anschluss auf.

Der Film spickt seine Handlung im Laufe des Films immer mehr mit Hommagen an die beiden Komiker, so wird ein einfaches Einchecken im Hotel zu einem ihrer Slapstick-Einlagen und dadurch generiert der Film wunderbar komische Comedy-Momente, die niemals deplatziert wirken. Wer das ungleiche Duo nicht sowieso im Voraus zum Film bereits im Herzen getragen hat, der wird es spätestens durch diese Szenen gepaart mit den vielen herzhaften Dialogen, die sie untereinander haben.

Und wenn man dann schließlich in den Film emotional investiert ist und sich auf einer Wohlfühloase wiederfindet, wissen „Stan & Ollie“ letztendlich auch den Zuschauer nicht mehr nur durch Komik, sondern auch wegen dieser ganz speziellen Freundschaft und der entstehenden Tragik zu Tränen zu rühren.

Stan Laurel: I should never have had us take this tour.
Oliver Hardy: Well, je ne regrette rien. And you shouldn’t regrette rien either.

Fazit

„Stan & Ollie“ ist charmant, witzig, herzerwärmend und zu Tränen rührend schön. Ein gebührender Abgesang mit vielen tollen Hommagen auf meine Kindheitshelden, die Dank den herausragend aufgelegten John C. Reilly und besonders Steve Coogan wieder zum Leben erweckt werden.

Meine Wertung: 9 von 10 Punkten

That was pure magic. It was brilliant.

Jetzt im Kino!

Für das volle Filmerlebnis, auf Trailer verzichten, die geben nämlich zu viel von der Handlung preis

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Hier findet ihr außerdem das Fazit dieser Kritik auf meinem Letterboxd-Account.

6 Kommentare zu „„Stan & Ollie“ – Review

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