Gefeierte Filme, die ich nicht mag

Nachdem ich mich vor vier Wochen bereits durch meine Beziehung zum Film etwas näher vorgestellt habe, habe ich mir gedacht, dies jeden Freitag weiterhin zu tun. Bloß tue ich das heute und die nächste Woche auf unangenehmere Weise, denn ich werde meine Filmsünden beichten und dem ein oder anderen Filmfan vor den Kopf stoßen.

Heute wird es um meine Top 5 Filme gehen, die von der Allgemeinheit gefeiert werden, die mir aber persönlich nicht so gut gefallen.

5. „Der Pate 2“

Vorweg möchte ich sagen, dass ich den ersten Teil meisterhaft und den zweiten auch ganz gut fand. Aber ich habe nie verstanden, wieso die Mehrheit ihn besser findet als den ersten Pate-Film. Der erste ist auch für mich ein Meisterwerk, beim zweiten habe ich aber zu sehr den Faden verloren und einige Längen empfunden, die ich beim ersten nicht verspürt habe. Ich habe nichts gegen ihn, aber so abgefahren fand ich ihn dann auch nicht. Vielleicht wird das ja noch nachdem ich mir die Filme weitere Male ansehe.

4. „Black Panther“

Diesem Film habe ich bereits eine eigene Review gewidmet, daher versuche ich mich kurz zu fassen. Er verdient hier seinen Platz, weil ich ihn wirklich, wirklich nicht mag.
Viel zu lang, grausame CGI-Effekte (obwohl der Film 200 Mio. $ kostete), schlechtes Drehbuch, wirklich langweilig, uninteressante Figuren (traurigerweise ist der namensgebende Titelheld sogar die blasseste Figur) und ich habe große Probleme mit den Ideologien, die der Film vertritt. Ich war sogar auf der Seite des Antagonisten, dessen Ziele meiner Meinung nach super waren, ehe der Film die Figur am Ende ad absurdum führte. So gut wie nie hat mich ein Film so auf die Palme gebracht (wozu sein Erfolg definitiv beigetragen hat).

3. Steven Spielberg

Nun ja, das ist jetzt kein spezifischer Film, aber ich bin nicht gerade der größte Fanatiker von Steven Spielberg. Viele seiner Werke fand ich okay, aber so richtig zu mir vordringen konnte so wirklich keiner von ihnen. Einzig Der weiße Hai und Schindler’s Liste sind für mich Meisterstreiche und mit dem dritten Indiana Jones hatte ich großen Spaß. Aber sei es Jurassic Park, die anderen beiden Indiana Jones oder E.T., wirklich begeistert hat mich kaum einer davon. Vielleicht liegt es daran, dass ich ohne diese Filme aufgewachsen bin, aber bis heute ist seine Magie noch nicht wirklich zu mir durchgedrungen.

2. „Fight Club“

Ich muss leider zugeben, dass von diesem Film leider wenig hängen geblieben ist, außer dass ich ihn ernüchternd fand. Meine riesigen Erwartungen hat er einfach nicht erfüllt und seinen Mindfuck-Moment hatte ich leider bereits vorausgeahnt. Vielleicht habe ich ihn damals aber auch einfach nicht in seiner Gänze erfasst, definitiv einer dieser Filme, dem ich nochmal eine Chance geben werde. Schlecht fand ich ihn nun auch nicht und zumindest inszenatorisch und stilistisch hat er mich angesprochen.

1. „Pulp Fiction“

Wer nicht schon bei meiner Wahl für Platz 2 den Glauben an mich verloren hat, der wird es spätestens jetzt. Mit Pulp Fiction geht es mir ähnlich wie Fight Club. Es liegt vielleicht auch wieder daran, dass ich ihn erst ein Mal gesehen habe, aber das eine Mal hat eben nicht gereicht um bei mir durchzudringen. Es hat einfach nicht Klick gemacht, zu viel hatte ich erwartet und bin vielleicht auch mit einer falschen Einstellung an den Film gegangen, so selbstkritisch möchte ich sein. Aber für mich hat er sich zu sehr auf den Dialogen ausgeruht, ohne eine große Story zu erzählen, zumindest konnte ich damals keine große erfassen. Da gibt es Tarantino-Filme, die mich bei Weitem mehr ansprechen.


So, nach dem ich mich von meiner angreifbaren Seite gezeigt habe, teilt mir doch gerne eure Meinungen mit und diskutiert mit mir! Sicherlich wird der ein oder andere etwas zu sagen haben oder vielleicht gibt es ja auch einige, die die Meinung mit mir teilen können. Es bietet definitiv einigen Diskussionsstoff.

13 Kommentare zu „Gefeierte Filme, die ich nicht mag

Gib deinen ab

    1. Freut mich, dass sie dir gefällt 😀 Habe mir vorgenommen, viel mehr frei Schnauze zu reden, meine Meinung zu äußern und vor allem hinter ihr zu stehen, auch wenn es wie hier unangenehm werden kann. Erst dann besteht die Chance auch mal interessante Diskussionen durch andere Perspektiven zu starten.

      Wie sieht es aus bei dir? Siehst du es bei einem meiner genannten Punkten ganz anders oder gar ähnlich? Und würden dir spontan Filme einfallen, die in diese Rubrik für dich persönlich hineinpassen würden?

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      1. Finde ich eine gute Herangehensweise! Mutig und definitiv interessanter, als das zu schreiben, was man sowieso schon überall lesen kann.
        Mir ist es bei Pulp Fiction tatsächlich ähnlich gegangen. Habe den Film lange nicht gesehen und immer nur Lob darüber gehört. Als ich ihn mit dann angeschaut habe, war ich zugegebenermaßen etwas verwirrt 😀
        Und ich kann auch mit Monty Python nicht viel anfangen – schade eigentlich, denn ich denke, wenn das den eigenen Humor trifft, kann man da bestimmt Tränen lachen.

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      2. Ah sehr gut 😀
        Monty Python ist auch eine sehr interessante Wahl! Besonders was so extreme Comedy angeht, gibt es eigentlich nur zwei Parteien: Entweder man feiert es hart ab oder kann eben nichts damit anfangen. Ich glaub ohne meinen Vater hätte ich auch nie etwas mit Monty Python anfangen können. Aber dadurch, dass ich seit meiner Kindheit „Life of Brian“ mit ihm 3-4 Mal gesehen habe und er sich jedes Mal schlapp lacht, hat es sich auch ein wenig auf mich übertragen 😀 Und anfangs habe ich natürlich noch gar nicht alles verstehen können, aber es ist einer der Filme, bei dem man im Alter und bei öfterem Schauen immer wieder etwas Neues entdecken kann

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      3. Das finde ich sehr spannend. Ich habe auch schon beobachtet, dass es sehr darauf ankommt, in welcher Situation, mit wem und in welchem Alter man zuerst mit Filmen (oder auch Musik) in Kontakt gekommen ist. Ich kann mir vorstellen, dass gerade Monty Python die Lager spaltet und dass man damit aber sehr viel Spaß haben kann, wenn man sich darauf einlassen kann. Vielleicht kommt der Durchbruch bei mir ja auch irgendwann noch ;D

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      4. Diese Beobachtung habe ich auch schon oft genug gemacht! Bei vielem muss man einfach in der richtigen Stimmung sein bzw die wirkt sich auf die Filmerfahrung aus
        Ich hatte zu Monty Python ja sofort einen Bezug, da war der Zugang dann deutlich einfacher

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  1. Ich finde ja grundsätzlich, dass man sich nicht rechtfertigen muss, wenn einem ein Film gefällt oder eben nicht. Deswegen wirst du von mir auch keine Tiraden oder Bekehrungsversuche hören 😉

    Ich finde die Pate-Filme generell ok, aber nicht überragend.

    Black Panther hab ich nicht gesehen, interessiert mich aber auch nicht.

    Spielberg hat wahrlich nicht nur gutes Zeug in seiner Vita stehen. Jurassic Park gehört aber zu meinen Lieblingsfilmen.

    Fight Club halte ich tatsächlich auch für überschätzt. Aber vielleicht solltest du ihm noch eine Chance geben. Denn der Film hat echt seine Momente.

    Pulp Fiction gehört wie Jurassic Park zu meinen Favoriten, wobei ich kein Tarantino Fan bin.

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    1. Der Ansicht bin ich auch 😀

      Black Panther hat mich aus dem Grund interessiert, weil er so erfolgreich war, von der Kritik gefeiert und ihm eine große popkulturelle Relevanz zugesprochen wird wegen seines All-Black-Casts. Außerdem wollte ich endlich mal wieder einen guten Superheldenfilm, aber daraus wurde leider nichts…

      Bei allen anderen Picks räume ich ein, ihnen nochmal eine neue Chance zu geben.

      Wie sieht es bei dir aus, fällt dir spontan noch ein Film ein, der in diese Rubrik passen würde?

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      1. Absolut. Mir geht es gefühlt jeden Monat so, dass ich einen Film nur „okay“ (oder schlechter) finnde, den sonst alle lieben.

        Das fängt im Grunde bei fast allen Marvel Filmen an und zieht sich über diverse Highlights wie „No country for old men“, „Kill Bill“, oder „Inside Out“ hinweg bis zu echten Klassikern wie eben „Der Pate“ oder „Indiana Jones“.

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  2. Bei Fight Club und Pulp Fiction muss ich entschieden widersprechen, aber zum Glück kann sich ja jeder seine eigene Meinung bilden 😉
    Bei Black Panther bin ich aber voll dabei. Bis auf den Punkt mit der Ideologie (da müsste man nochmal genauer diskutieren, aber das, was ich bisher mitbekommen habe, entspricht nicht ganz meiner Wahrnehmung) absolute Zustimmung. Plus: Der Film reduziert den durchaus interessanten Schauplatz Wakanda auf etwa 5 Kulissen – das wars.

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  3. Wenn man in den Filmdiskurs geht, muss man standhaft seine Meinung vertreten können, von daher finde ich so eine Liste gut. Hab sowas ähnliches auch mal gemacht, aber eher auch mit populäreren weniger cineatischeren Filmen. Black Panther bin ich bei dir, den fand ich schrecklich schlecht. Steven Spielberg widerspreche ich entschieden, das einzige von ihm, was ich wirklich nicht mag ist Jurassic Park.
    Bei Pulp Fiction sag ich, dass er gut ist, aber keiner der allerbesten. Da finde ich zum Beispiel Reservoir Dogs von Tarantino besser genauso wie Django Unchained.
    Meine Filme wären hier wohl noch Herr der Ringe, Fargo und Mad Max: Fury Road so ad hoc.

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