Mixed Zone #6: mit Beale Street, Free Solo und The Hate U Give

Es ist wieder so weit und da auch einige Filme dabei sind, die noch in einigen Kinos laufen, hatte ich die Idee Mixed Zone etwas besser zu sortieren und übersichtlicher zu machen. Ab jetzt ordne ich die Filme danach wo sie zu sehen sind.

Übersicht

  • Im Kino
    • Free Solo – Jimmy Chin, Elizabeth Chai Vasarhelyi; 2018
    • Green Book – Peter Farrelly, 2018 (Rewatch)
    • Beale Street – Barry Jenkins, 2018
    • The Hate U Give – George Tillman Jr., 2018
  • Video-On-Demand
    • Halloween – David Gordon Green, 2018
  • Außerdem zuletzt gesehen

Im Kino

Free Solo
Regie: Jimmy Chin, Elizabeth Chai Vasarhelyi
Cast: Alex Honnold
Produktion: USA 2018
Länge: 100 Min.
Genre: Dokumentation
Inhalt: Alex Honnold versucht als erste Person den El Capitan Free Solo-hochzuklettern. Bedeutet: Alleine, ohne Seil und ungeschützt, wissentlich dass der kleinste Fehler den Tod bedeutet.
Trailer ENTrailer GER

Eine Doku, die auch genauso gut ein Spielfilm hätte sein können. Einzig die Machart erinnert uns dann wieder daran, dass es sich um eine Doku und damit um die Realität handelt. Und was hier passiert ist atemberaubend. Auch wenn man schon weiß wie es ausgehen müsste, sitzt man davor, hält den Atem an und schlägt die Hände über dem Kopf zusammen.
Beeindruckend, unterhaltsam, irre, emotional und dazu noch tolle Bilder. Wem die aktuellen Kinofilme zu langweilig sind, kann sich hier einfach der Realität bedienen, die einem die perfekte Story liefert.

Meine Wertung: 8 von 10 Punkten

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Ab dem 21.03. mit vereinzelten Vorstellungen in den Kinos!

Meine Highlight-Tags: #FacingDeath #Risky #AlexHonnold #FreeSoloClimbing

Green Book
Regie:
Peter Farrelly
Cast: Viggo Mortensen, Mahershala Ali
Produktion: USA 2018
Länge: 131 Min.
Genre: Biografie, Comedy, Drama
Inhalt: Während den 60er-Jahren wird Italo-Amerikaner Tony Lip der Fahrer des afro-amerikanischen Pianisten Don Shirley und begleitet ihn durch die rassistischen Südstaaten.
Trailer ENTrailer GER

REWATCH – die erste, ausführliche Review findet ihr hier

Einfach reingehen, ne gute Zeit mit diesem kurzweiligen, unterhaltsamen Film haben und danach mit einem wohlen Gefühl wieder raus. Ich habe ihn jetzt das zweite Mal gesehen, er hat selbst den Test bestanden und seinen Charme dabei nicht verloren.
Allerdings hat er im Original eine deutlich bessere Wirkung und macht bisschen mehr Spaß, habe ihn jetzt auch nochmal auf deutsch gesehen.
Lasst euch den Ziemlich Beste Roadtripfreunde nicht entgehen!

Meine Wertung: 9 von 10 Punkten

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Meine Highlight-Tags: #Friendship #ViggoMortensen #MahershalaAli #FeelGood #RoadTrip

OT: If Beale Street Could Talk
DT: Beale Street
Regie:
Barry Jenkins
Cast: Stephan James, KiKi Lane, Regina King
Produktion: USA 2018
Länge: 117 Min.
Genre: Drama
Inhalt: Eine junge Frau wird schwanger während ihr Verlobter unschuldig im Gefängnis sitzt.
Trailer EN; Trailer GER

Was soll ich sagen, ich werde mit Barry Jenkins einfach nicht warm. Seine Filme sind ohne Frage filmisch wunderschön, aber mich persönlich schafft er es einfach nicht zu erreichen. Das war schon bei Moonlight so, mit dem ich mich schwer tat und sogar eine 2. Chance gab, die trotzdem nicht viel geändert hat. Ähnliches hat es mich nun bei If Beale Street Could Talk erwischt, der mir sogar noch weniger gefällt.
Vorweg: Natürlich sind die Bilder auch hier wieder atemberaubend und das alles kann und will ich ihm auch gar nicht absprechen. Aber es hat mir einfach komplett die emotionale Tragweite gefehlt. Der Film plätschert einfach vor sich hin, es passiert sehr wenig und er war mir deshalb viel zu langatmig (ich bin auch mehrmals kurz eingenickt, nur um dann festzustellen, dass ich absolut nichts verpasst habe). Als jemand der in diese Welt von Harlem nicht involviert ist, reicht es nicht aus was mir der Film da bietet. Er bewahrt dafür einfach eine viel zu große Distanz zum Zuschauer, die es bei Moonlight wenigstens nicht gab. Es ist wieder einer dieser Filme die so hoch gelobt und abgefeiert werden, wo man direkt in den Modus kommt sich rechtfertigen zu wollen wenn er einem nicht gefällt. Er hat mich einfach überhaupt nicht erreicht und ich denke (und hoffe), dass ich da sicherlich nicht der Einzige bin. Genauso gut wird er aber für andere ein poetisches Meisterwerk sein.

Meine Wertung: 5 von 10 Punkten

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Meine Highlight-Tags: #Harlem #Cinematography

The Hate U Give
Regie:
George Tillman Jr.
Cast: Amandla Stenberg, Regina Hall, Russell Hornsby
Produktion: USA 2018
Länge: 133 Min.
Genre: Drama, Crime
Inhalt: Starr lebt im Ghetto, geht auf eine Privatschule für Weiße und wird Zeuge, als ein Polizist ihren Kindheitsfreund Khalil zu Unrecht erschießt.
Trailer EN; Trailer GER

Hier und da ist der Film vielleicht etwas zu plakativ und bindet einem seine Message zu sehr auf die Nase. Es hätte ihm definitiv gut getan, das was er aussagen möchte deutlich weniger auszusprechen oder gar zu erklären und stattdessen die Handlung und die Bilder für sich sprechen zu lassen. So lässt er dem Zuschauer zu wenig Raum sich seine eigenen Gedanken zu machen. Dennoch wiegen die negativen Aspekte nicht zu schwer, während dem Schauen haben sie mich so gut wie gar nicht gestört. Das liegt zum einen an der charmanten Hauptdarstellerin Amandla Stenberg, dessen Zwiegespaltenheit echt gut zum Ausdruck gebracht wird. Denn trotz seines simplen Ansatzes, hat der Film auch etwas mehr an Tiefe zu bieten. Er hat mich über die komplette Länge emotional gepackt und das zeigt, dass er einiges richtig macht. Er bereitet die Rassismusproblematik sehr respektvoll auf und besonders jüngere Zuschauer werden sich gut von ihm abgeholt fühlen.
Ein sehr solider und mitreißender Film, der definitiv wichtig ist gerade um auch den durchschnittlichen Kinogänger abzuholen. Kritiker werden ihm wohl Filme wie Moonlight oder aktuell If Beale Street Could Talk vorziehen, die mehr Gedankenspielraum für den Zuschauer bieten, aber warum kann ein Film nicht mal auf sehr einfache Art sagen, dass Rassismus scheiße ist?

Meine Wertung: 7 von 10 Punkten

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Meine Highlight-Tags: #NoToRacism #AmandlaStenberg

Video-On-Demand

Halloween
Regie:
David Gordon Green
Cast: Jamie Lee Curtis, Judy Greer
Produktion: USA 2018
Länge: 106 Min.
Genre: Horror, Thriller
Inhalt: Nach 40 Jahren in der Irrenanstalt entkommt der Killer mit der Maske Michael Myers und beginnt einen weiteren Mord-Feldzug.
Trailer EN; Trailer GER

Der Film hätte auch locker 20-30 Min. kürzer sein können. Zu viele Plotlines verlaufen im nichts, Charaktere und Dialoge sind extrem platt und zum Vergessen. Einige Sequenzen werden viel zu sehr in die Länge gezogen, wirklich Horror oder Atmosphäre kommt da fast gar nicht auf. Das könnte zum einen daran liegen, dass die Kamera viel zu oft und lange auf Michael Myers hält und ihm so das Ungewisse über sein Handeln raubt.
Das was mir gefällt ist ihn in der Maske wieder zu sehen und den altbekannten Score zu hören. Gepaart mit einigen Andeutungen an das Original und seinem 70s-Look geht er schon sehr auf die Nostalgieschiene. Das hat mich aber weder erreicht, noch reicht das um aus ihm zumindest einen soliden Film zu machen. Es gibt dann noch eine Plansequenz die ganz nett ist und Jamie Lee Curtis ist richtig super, aber da hätten die Macher etwas mehr Mut beweisen können, die abgewrackte 60-Jährige deutlich mehr zu zeigen und in den Mittelpunkt zu rücken. Sie macht ihre Sache super und hätte den Film alleine tragen können, stattdessen sieht man bloß Figuren bei denen man sich freut wenn sie getötet werden, wodurch null Spannung aufkommt.

Meine Wertung: 3 von 10 Punkten

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Erhältlich als DVD, Blu-Ray oder Video-On-Demand

Meine Highlight-Tags: #MichaelMyers #JamieLeeCurtis

Außerdem zuletzt gesehen

  • 12 Angry Men – Sidney Lumet, 1957: 9 von 10
  • From Russia With Love – Terence Young, 1963: 6 von 10
  • Nausicaä of the Valley of the Wind – Hayao Miyazaki, 1984: 8 von 10
  • Princess Mononoke – Hayao Miyazaki, 1997: 10 von 10, Rewatch
  • The Life Aquatic with Steve Zissou – Wes Anderson, 2004: 5 von 10
  • Unforgiven – Clint Eastwood, 1992: 7 von 10

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