Oscars-Special: Bohemian Rhapsody, BlacKkKlansman

Die Award-Season hat begonnen, die Golden Globes liegen bereits hinter uns und nun sind es nur noch 4 Wochen bis zu den Oscars. Am 24. Februar finden diese nachts statt und seit einigen Tagen sind die nominierten Filme bekannt gegeben worden. Frontrunners sind The Favourite, der aktuell im Kino läuft, und die Netflix-Produktion Roma mit 10 Nominierungen, darunter einige der wichtigsten Kategorien. Ziemlich stark vertreten ist auch Black Panther, der mit seiner etwas überraschenden Nominierung für den Besten Film für einige hitzigen Diskussionen im Netz sorgt.

Welche Filme sind jedoch noch alles in dieser wohl wichtigsten Kategorie vertreten und wie relevant und sehenswert sind sie wirklich? Dieser Frage werde ich in den kommenden Wochen und Beiträgen auf den Grund gehen und euch die 8 Nominierungen für Bester Film vorstellen. Den Anfang macht:

Bohemian Rhapsody

Inhalt:

Die Filmbiografie handelt von der Band Queen und besonders von dessen verstorbenem Frontsänger Freddie Mercury. Es geht um den Aufstieg der Musikgruppe in den 70er Jahren und deren Herausforderung, die Band zusammenzuhalten nach dem Freddie’s Lebensstil immer wilder und extravaganter wird.

Review:

Der Film wird durch die großartige Performance von Rami Malek getragen, der hier Freddie Mercury verkörpert. Nachdem er bereits den Golden Globe gewinnen konnte, wird er auch ein heißer Kandidat auf den Oscar als Bester Hauptdarsteller sein. Es ist unglaublich wie er so eine komplizierte Persönlichkeit wie Freddy Mercury auf die Leinwand bringt und auch handwerklich ist der Film gerade in Szenen wo er singt auf dem besten Niveau, denn man hört zu keiner Sekunde heraus, dass der Gesang überarbeitet wurde. Allein das ist eine Meisterleistung und sowohl sein Hauptdarsteller, oder die Qualität der filmischen Umsetzung, als auch seine packende Geschichte über einen Außenseiter sind mehr als genug Stoff, um am Ende den Oscar als Bester Film abzuräumen. Bohemian Rhapsody hat dies bereits bei den Golden Globes geschafft.

All diese Qualitäten sind ihm nicht abzusprechen und auch sein weltweiter Erfolg sprechen deutlich dafür, so hat er auch mich wunderbar unterhalten. Als Queen-Fan war es ein Muss, ihn mir anzuschauen, aber meiner Meinung nach ist er auch für jeden Anderen gedacht. Er ist ein runder Film, der mir lediglich an manchen Stellen zu rund ist und wo ich gerne noch mehr über Freddy Mercury’s Eskapaden und die Tiefen in seinem Leben erfahren hätte. Da geht der Film dann doch zu sehr auf Nummer sicher und setzt aber auch viel mehr ein positives Denkmal für einen der größten Sänger, die je gelebt haben. Da ist es eben Geschmackssache und das sollte man dem Film auch nicht all zu sehr ankreiden.

Link zu dieser Kritik für Likes, Kommentare oder Anregungen: Hier

Meine Wertung: 7 von 10 Punkten mit Tendenz nach oben

Weitere Nominierungen:
Bester Hauptdarsteller (Rami Malek)
Bester Schnitt
Bester Tonschnitt
Bester Ton

Highlight-Tags: #Biopic #RamiMalek #FreddieMercury #GreatActing #Fun

 

Weiter geht es mit:

BlacKkKlansman

Inhalt:

Der Film basiert auf wahren Begebenheiten und handelt vom afroamerikanischen Detective Stallworth, der sich gegenüber des örtlichen Geheimbundes Ku-Klux-Klan am Telefon als rassistischer Mitbürger der übelsten Sorte ausgibt und ein Treffen erbittet. Da er wegen seines Aussehens keinen Zugang zu der Gruppe kriegen würde, lässt er sich von seinem Kollegen Flip doublen, der jedoch selbst Jude ist.

Review:

Allein die Ausgangssituation der Geschichte an ist schon absurd und irrwitzig genug. Hinzu kommt dann aber noch, dass man sich während des Films die ganze Zeit vorstellen muss wie es in der Realität ja eine ähnliche Geschichte wirklich gegeben hat.
Der Hauptdarsteller John David Washington macht seine Sache gut darin, diese ganze Thematik mit viel Witz zu spielen und auch Adam Driver ist positiv hervorzuheben. Als Zuschauer bleibt einem das Lachen immer wieder im Halse stecken auf Grund der menschenverachtenden Aussagen und Situationen. Leider muss ich auch sagen, dass der Film sich in manchen Stellen zieht und ein großes Pacing-Problem hat, da er sich zu sehr bloß auf die Story verlässt. Er verpasst es, dem Zuschauer dabei mehr an die Hand zu geben. Darüber hinaus ist der ganze Film leider auch etwas einseitig erzählt und wird auch kaum anders denkende Menschen erreichen. In meinen Augen erreicht er bloß die Leute, die bereits sehr tolerant und offen gegenüber anderen sind.
Dafür stellt er die Seite des Ku-Klux-Klans dann doch zu dumm und eindimensional dar, was mit Sicherheit einige, aber auf keinen Fall alle Mitglieder sind. Man hätte mehr Die Gefahr hinter smarten Menschen zeigen können, die wirklich hinter solchen Organisationen stecken. Ebenso war die Darstellung der Black-Community und der afroamerikanischen Bewegung Black Panther leider absolut unkritisch und auch hier zu einseitig. Am Ende war es ein Film, den ich hätte so viel mehr mögen wollen, dann aber doch durch einige Kritikpunkte einzubüßen hat. Dennoch finde ich ihn sehr empfehlenswert und sollte man ruhig mal gesehen haben. Besonders am Schluss gibt es eine sehr erschreckende Montage mit Realitätsbezug, die einen mit einem dicken Kloß im Hals und wütend zurücklässt.

Link zu dieser Kritik für Likes, Kommentare oder Anregungen: Hier

Meine Wertung: 6 von 10 Punkten

Weitere Nominierungen:
Beste Regie (Spike Lee)
Bestes adaptiertes Drehbuch
Bester Nebendarsteller (Adam Driver)
Beste Filmmusik
Bester Schnitt

Meine Highlight-Tags: #BlackComedy 

 

Nächste Woche folgen die nächsten beiden Filme. Bleibt gespannt!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle kostenlos eine Website oder ein Blog auf WordPress.com.

Nach oben ↑

Erstelle deine Website mit WordPress.com
Jetzt starten
%d Bloggern gefällt das: