Mein Topfilm 2014

Das Jahr 2014 hat einige richtige Kracher hervorgebracht, jeder einzelne davon hätte einen eigenen Beitrag verdient und es fällt mir sehr schwer vorerst über sie nicht zu viele Worte verlieren zu können. Daher werde ich im nächsten Beitrag auch nochmal kurz den Filmen Gehör verschaffen, die es in diesen hier nicht ganz als besten Film des Jahres geschafft haben.

Denn dafür führt für mich 2014 kein Weg an meinen neuen absoluten Lieblingsfilm vorbei, der mich so beeindruckt hat, dass ich ihn in der Woche nach erstmaligem Schauen insgesamt viermal sehen musste.

Whiplash,

zu deutsch „Peitschenhieb“ oder auch „Schleudertrauma“, wird seinem Namen absolut gerecht, denn er hat es in sich.

Dieses Musikdrama ist das Spielfilmdebüt für den jungen, aufstrebenden Drehbuchautor und Regisseur Damien Chazelle, der nicht zuletzt mit seinem Erfolgsmusical La La Land auf sich aufmerksam machte und letzte Woche mit First Man (deutsch: Aufbruch zum Mond) ein Biopic zu Neil Armstrong in die Kinos brachte.

In La La Land spielte die Jazzszene eine große Rolle, wie’s scheint ein Herzensthema von Chazelle, denn bereits Whiplash beschäftigt sich damit und handelt vom talentierten 19-jährigen Schlagzeuger Andrew Neimann (Miles Teller), der das Shaffer Conservatory of Music in New York besucht. Dort wird er eines Tages vom Leiter der Studioband Terence Fletcher entdeckt, der von J. K. Simmons verkörpert wird. Dieser versucht seine Studenten durch psychische Gewalt und verbale Demütigung zu Hochleistungen zu treiben. Was darauf folgt ist ein intensives Filmerlebnis erster Klasse und nimmt den Zuschauer mit auf einen Höllenritt.

Als jemand, der selbst von klein auf Schlagzeug spielt, kann ich mich bestens in die Hauptfigur hineinversetzen, nichts desto trotz ist dieses Instrument hier nur ein Platzhalter und sollte jeden Zuschauer packen der entweder ein anderes spielt oder eine andere Leidenschaft besitzt. Der Film zeigt was es heißt an all seine Grenzen zu gehen und was die Opfer dessen sind, der nächste Buddy Rich (Jazz- u. Schlagzeuglegende) werden zu wollen.

Chazelle’s Debüt setzt seine Zuschauer 107 Minuten lang unter Strom und schafft dies vor allem durch die alles überragende Performance von J. K. Simmons, der für seine Nebenrolle vollkommen zu Recht den Oscar erhielt. Seine Figur des Terence Fletcher verkörpert den Terror, dem Andrew ausgesetzt wird und lässt dem Zuschauer förmlich die Luft weg. Miles Teller trägt dazu seinen nicht zu vernachlässigenden Teil bei und schafft es, durch eine gute schauspielerische Leistung, die Entwicklung, die Andrew durchlebt, wunderbar auf die Leinwand zu transportieren.

Abgerundet wird dieses Meisterwerk der aktuelleren Kinolandschaft mit einem großartigen, unter die Haut gehenden Finale, das einen mit geweiteten Augen, offenem Mund und total aufgepumpt zurücklässt.

Whiplash ist wie bereits erwähnt zu meinem absoluten Lieblingsfilm gereift und kann für den ein oder anderen Zuschauer anstrengend sein, was sicherlich auch seine Absicht ist, belohnt das Durchhaltevermögen jedoch mit einem großen Filmerlebnis und einem der besten Filme dieses Jahrhunderts.

 

Meine Topliste 2014

2 Kommentare zu „Mein Topfilm 2014

Gib deinen ab

  1. Eine noch bessere Wahl 🙂

    Meine Liste:

    1. Whiplash
    2. Babadook
    3. Still Alice
    4. Boyhood
    5. Ex Machina
    6. Kingsman
    7. Nightcrawler
    8. Cake
    9. Dawn of the Planet of the Apes
    10. Edge of tomorrow

    Gefällt 1 Person

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